Quick Facts

  • Status

    Aktiv
  • Wohnort

    8051 Zürich

  • Geburtsdatum

    24.03.1993

  • Beruf

    Leiter Informatikunternehmen

  • Disziplinen

    Strassenrennen, Zeitfahren, Bahn

  • Wettkampfklasse

    MC4

  • Behinderung

    Fibulärer Längsdefekt rechts

  • Grund der Behinderung

    Geburtsgebrechen

  • Motto

    Don't overthink it


Timothy Zemp auf …

Timothy Zemp ist mit einem 3. und 4. Platz im Europacup von Marina di Massa (ITA) erfolgreich in seine erste internationale Rennsaison gestartet. Ein Jahr zuvor wurde der 29-Jährige Schweizermeister auf der Bahn. Der Luzerner, der seit seinem Informatikstudium in Zürich lebt und Co-Founder eines Unternehmens ist, sass vor nur drei Jahren das erste Mal auf seinem Rennvelo. Ein Kollege hat ihn beim Kauf des eigenen Rennrads überzeugt, auch eines zu kaufen. Seit 2019 trainiert er nun auf diesem und er hat sich mittlerweile ein Zeitfahrvelo angeschafft.

Tim, wie ihn seine Kolleg*innen nennen, kam mit einer Unterschenkelverkürzung und drei Zehen am rechten Fuss auf die Welt, weshalb er im Alltag und im Sport auf eine Prothese angewiesen ist. Sein Handicap hat er jedoch nie als Einschränkung gesehen, da er dank der Prothese alles machen konnte. Auch sein Rennvelo muss nicht speziell angepasst werden. In seiner Kategorie starten die meisten Cycler mit Prothesen. «Meine Prothese hat eine Federung zum Laufen», erklärt der Luzerner. Dies sei beim Radsport ein Nachteil und das könnte man theoretisch optimieren. «Aber das ist Zukunftsmusik», so Tim.

2020 hat sich Tim bei PluSport gemeldet, nachdem er dort früher als Kind beim Langlauf dabei war. Seine Freundin hatte ihn dazu motiviert, da das Rennvelofahren immer mehr zu seiner neuen Leidenschaft wurde. Seitdem er 2021 zum Kader gehört, wird er von Nationaltrainer Dany Hirs gecoacht. Dieser findet, dass Tim gut an seine Limite gehen kann, die Schmerzensgrenze sei hoch, was ihm beim Zeitfahren entgegenkommt. Ansonsten macht dem Sportbegeisterten vor allem auch das Strassenrennen Spass, da es taktischer ist und die Konkurrenz direkter. «Die Taktik muss ich aber noch lernen», so der Krienser.

In dieser Saison will Tim vor allem Erfahrungen auf internationalem Niveau sammeln und sich wenn möglich für die WM in Baie-Comeau (CAN) zu qualifizieren. Nebenbei arbeitet er 100% für seine Informatik-Firma mit 40 Mitarbeiter*innen. Neben Arbeit, Freundin und Cycling bleibt somit wenig Zeit für weitere Hobbies. Zu seinem Wintertraining gehört das Langlaufen, «da ich das Training auf der Rolle verachte», meint Tim lachend.

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