5. Oktober 2022

Vier intensive Wettkampftage im Velodrom von Paris 2024 stehen für vier Schweizer Para-Cycler*innen auf dem Programm. Roger Bolliger, Laurent Garnier, Kaya Kern und Flurina Rigling nehmen vom 20. bis 23. Oktober an der Bahn-WM in Frankreich teil. Für die Schweiz liegt bei diesem Titelwettkampf der Fokus auf die Erfahrung- und Punktesammlung für Paris 2024.

Es ist das erste und einzige Rennen im Velodrom von Paris 2024 vor den paralympischen Spielen und deshalb ein besonders wichtiger Event für Athlet*innen und Trainer. Und die Schweiz hat nach der erfolgreichen Strassensaison auch im Bahnradsport Ambitionen. Mit Kaya Kern steht eine starke Nachwuchsathletin erstmals bei einem internationalen Rennen am Start und mit Roger Bolliger ist ein erfahrener Bahnradfahrer im Team. Die Zürcherin Flurina Rigling hat in dieser Saison auf der Strasse gezeigt, dass sie mit der Weltspitze mithalten kann. Auch sie nimmt nach intensiven Trainingswochen im Velodrom in Grenchen erstmals an der Bahn-WM teil. Mit Laurent Garnier ist zudem ein Westschweizer in Frankreich am Start.

Ambitionierte Nachwuchs-Cycler*innen gesucht

«Das Team soll noch grösser werden», sagt der Nationalcoach Dany Hirs. «Wenn wir den Para-Cycling-Spitzensport fördern wollen, gehören Bahn und Strasse zusammen. Wir möchten noch mehr Fahrer*innen finden, denn es gibt 12 Kategorien», fügt der Coach hinzu. Laut den neuen Qualifikationsregeln für die Paralympics zählen die Punkte der ersten drei Athlet*innen jeder Kategorie für Paralympics-Quotenplätze. Für das kleine Schweizer Team bedeutet dies, noch mehr motivierte Nachwuchs-Para-Cycler*innen zu gewinnen.

Schweizer Para-Cycling-Pionier

Die letzte internationale Schweizer Para-Medaille auf der Bahn gab es 2000 in Sydney, als Beat Schwarzenbach Paralympics-Gold holte. Damals musste der Schwyzer für das Training nach Augsburg fahren. Heute trainieren die Schweizer Athlet*innen im Velodrom in Grenchen oder in Aigle. «In der Schweiz haben wir den Bahnradsport bisher zu wenig gepusht. Die Erfahrungen, die wir an dieser WM sammeln, sind für die Weiterentwicklung dieser Sportart sehr wichtig», meint Dany Hirs.

Fünf Disziplinen an vier Tagen

Vier intensive Renntage stehen vom 20. bis 23. Oktober auf der Schweizer Agenda. Alle vier Athlet*innen werden ein oder mehrere Rennen pro Tag fahren: 200 m fliegend, 500 m oder 1 km Zeitfahren, 3 km oder 4 km Einzelverfolgung, Team Sprint und Scratch Race. Die Disziplinen sind im Bahnradsport vielfältiger, die Möglichkeiten Quotenplatzpunkte zu holen ebenfalls. Der Fokus liegt aber nicht alleinig auf Paris 2024. 2023 findet die kombinierte Strassen- und Bahn-WM in Glasgow statt. «Auch deshalb sollen die Athlet*innen jetzt in so vielen Disziplinen wie möglich starten. Wir wollen sehen, was für uns in Glasgow neben dem Strassenrennen möglich sein wird», erklärt der Nationalcoach. Und mit welchen Ergebnissen ist an der diesjährigen WM zu rechnen? «Alles ist möglich», meint Dany Hirs nach mehreren intensiven Trainingswochen in Grenchen.

Wettkampfprogramm

20. Oktober

9h

 

16h07

 

200m fliegend (Omnium)

 

4 km Einzelverfolgung Quali

500m Zeitfahren Quali

Flurina Rigling, Kaya Kern,

Laurent Garnier, Roger Bolliger

Laurent Garnier

Kaya Kern

21. Oktober

9h

 

 

16h30

 

500m Zeitfahren Quali

1 km Zeitfahren Quali

3km Einzelverfolgung Quali

500m Zeitfahren Final

15 km Scratch Race

Flurina Rigling

Roger Bolliger

Kaya Kern

Flurina Rigling

Laurent Garnier

22. Oktober

9h

12h58

14h

17h

 

3km Einzelverfolgung Quali

3km Einzelverfolgung Quali

1 km Zeitfahren Quali

3km Einzelverfolgung Final

1 km Zeitfahren Final

10 km Scratch Race

Flurina Rigling

Roger Bolliger

Laurent Garnier

 

 

Kaya Kern

23. Oktober

9h

14h30

750m Team Sprint Quali

15km Scratch Race

10km Scratch Race

750m Team Sprint Final

 

Roger Bolliger

Flurina Rigling

 

Das  gesamte Wettkampfprogramm finden Sie unter diesem Link.

Foto: Kaya Kern by Sarah Ennemoser

 

 

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