Quick Facts

  • Status

    Aktiv
  • Wohnort

    4450 Sissach

  • Geburtsdatum

    14.10.1993

  • Beruf

    Fachfrau Bewegungs- und Gesundheitsförderung, Sportlerin

  • Disziplin

    SBX, Banked Slalom

  • Wettkampfklasse

    LL2

  • Behinderung

    Spina Bifida (MMC)

  • Behinderungsgrund

    Geburtsgebrechen

  • Webseite

    www.romytschopp.ch


Romy Tschopp auf …

Es war schon April, ein Monat, in dem die meisten Snowboard oder Ski schon verstaut haben. Nicht so Romy Tschopp. Für die Baselbieterin aus Sissach steht in diesem Monat im Jahr 2021 das erste Weltcup-Rennen auf dem Snowboard an, und sie fährt im italienischen Colere so stark, dass sie damit direkt auf Rang 6 in der Weltrangliste kommt. Und schon sind die Paralympics in Peking, die nur 10 Monate später stattfinden, ein sehr realistisches Ziel.

Das ist umso erstaunlicher, weil Romy keineswegs den direkten Weg in den Snowboard-Sport finden konnte. Sie kam mit einem offenen Rücken (Spina bifida) zur Welt, hat eine inkomplette Querschnittslähmung, aber dank ihrer sportbegeisterten Familie spielte jedwede Betätigung immer eine wichtige Rolle. “Es war nie nur der  Sport, sondern das ganze Erlebnis”, sagt sie rückblickend, allerdings musste sie wegen zunehmenden körperlichen Einschränkungen immer mehr Sportarten aufgeben. Wie sollte sie von Spitzensport träumen, gerade auch angesichts der Tatsache, dass sie immer wieder sehr lange im Spital lag?

Rollstuhl im Alltag, Snowboard als Spitzensport

Bei einem Klinikaufenthalt fand sie im Sommer 2020 die entscheidende Inspiration und sofort die Motivation. Ihr Ehemann und eine Physiotherapeutin brachten sie auf die Idee, es mit dem Snowboard zu versuchen, die Physiotherapeutin wusste auch, dass es neu ein Schweizer Para-Snowboardteam gibt – Romy rief Nationalcoach Silvan Hofer an, sie vereinbarten, dass sie mal bei einem Trainingscamp vorbeischauen sollte. Drei Wochen nach der Reha war es soweit, “ich hatte keine Kraft”, erinnert sich Romy, “alle 50 Meter musste ich eine Pause machen.” Hofer freilich hatte gesehen, was er sehen wollte, er erkannte, was Romy kann. Der Rest der Geschichte kulminierte vorerst in Colere.

Romy Tschopp liebt mittlerweile die Wettkampfatmosphäre, das ganze Drumherum, den Kontakt mit den anderen Athlet*innen. Wie sich ihre Beeinträchtigung entwickeln wird, das ist schwierig voraus zu sagen. Sie hat von Medizinern auch schon gehört, das es jahrelang stabil bleiben kann. Allerdings hat sie auch schon viele unerwartete Rückschläge erlebt, nach denen sie zum Teil immer wieder neu lernen musste zu laufen. Doch Romy lässt sich die Lebensfreude nicht nehmen: “Ich will mich nicht auf das konzentrieren, was mir fehlt, sondern auf das, was ich habe, was ich kann”, sagt sie. Wie zum Beispiel Snowboarden. Und dann gibt es da noch dieses grosse Ziel: die Paralympics in Peking und sich dort unter den Top 8 zu klassieren.

 

Road to Beijing 2022: Das Snowboard-Team startet in die erste Rennsaison

22.01.2022 03:32

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Erstmals sind vom 12. bis 23. Januar in Lillehammer alle Disziplinen im Para Snow Sport an einer WM vereint. Mit dabei sind neun Schweizer*innen, von ihnen macht sich ganz speziell ein Teilnehmer grosse Hoffnungen auf Medaillen: Théo Gmür. Und ein Team freut sich besonders auf den ersten grossen Auftritt: Die Snowboarder*innen.
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Bronze im Snowboard - Tavasci verpasst Sprint-Halbfinal

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