Quick Facts

  • Status

    Aktiv
  • Wohnort

    3531 Oberthal

  • Geburtsdatum

    22.08.1998

  • Beruf

    Sport-und Musikstudent

  • Disziplin

    SBX, Banked Slalom

  • Wettkampfklasse

    UL

  • Behinderung

    Subtotale Plexusparese

  • Behinderungsgrund

    Unfall beim Skilift mit 6 Jahren


Aron Fahrni auf …

Aron Fahrni

 

Irgendwie ist es für Aron Fahrni heute noch manchmal überraschend, dass er im Spitzensport gelandet ist. Der Berner Mittelländer aus Oberthal war 2020 bei einem J+S-Kurs im Snowboard. Plötzlich stand Nationalcoach Silvan Hofer vor ihm und fragte, ob er nicht Lust hätte, mal in einem Trainingslager vorbeizuschauen. “Ich hab Silvan aber noch ein Jahr warten lassen”, sagt Fahrni und lacht dabei. Im Januar 2021 war es soweit, er erlebte seine erste Trainingswoche und fand, dass sich das – auch mit dem gesamten Team – doch ganz gut anfühlte. Seither ist er dabei.

 

Am Neujahrstag 2005 war Aron noch ganz woanders, nämlich zuhause im Oberthal. Mit seinen zwei Brüdern war der damals Sechsjährige – wie fast immer – am Lift zugange, der gegenüber dem Elternhaus lief. Es war ein Stangenschlepper, “einer dieser Handschuh-Fresser”, wie Aron sagt. Beim Stahlseil verwickelte es seine Jacke, sodass er nicht rechtzeitig abbügeln konnte. Es zog ihn um die gesamte Umlenkrolle, erst auf der anderen Seite wurde er wieder frei. Er hatte keinen Bruch erlitten, nicht einmal eine Wunde – aber im linken Arm waren alle Nerven zerrissen, drei bis zum Rückenmark, sie konnten nicht operativ behandelt werden. Die beiden anderen konnten mit Nerven aus dem Bein ersetzt werden, zudem wurde ihm ein Muskel der Adduktoren als Bizeps eingesetzt. Aron merkt die Nachwirkungen vor allem bei der Bewegung von Fingern und Handgelenk am linken Arm, aber er sagt klar: “Ich fühle mich nicht eingeschränkt.”

 

Weshalb es nicht verwundern darf, dass Aron vor wenigen Wochen seine Bachelorarbeit im Fach Sportwissenschaft abgegeben hat. Er ist der einzige Student in seinem Fachbereich an der Uni Bern mit einer Einschränkung, aber das habe nie zu komischen Blicken oder spürbaren Vorbehalten bei den Kommiliton*innen geführt: “Vielleicht waren manche am Anfang verwundert”, sagt Aron, “aber sie haben schnell gemerkt, dass ich in fast allen Bereichen komplett mit dabei bin.” Überraschend mag das Nebenfach erscheinen, das Aron gewählt hat: Musikwissenschaft. Es ist die theoretische Ausrichtung, für ihn ist es die ideale Ergänzung. Während er einst das Waldhorn als Instrument bevorzugte, spielt er jetzt eher Klavier, Schlagzeug oder “das, was grad Spass macht”, wie er sagt.

 

Und im Moment ist sowieso das Snowboard im Mittelpunkt, wenn ihn sein erster Winter im Spitzensport schon an die WM nach Lillehammer oder zu den Paralympics in Peking bringt, wird er sich das ganz bestimmt nicht nehmen lassen.

 

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