Einmal Bronze und eine starke Gesamtbilanz

Cynthia Mathez / Ilaria Olgiati haben an der WM in Bahrain die Bronzemedaille gewonnen. Im Halbfinal waren die chinesischen Paralympics-Siegerinnen von Paris in beiden Sätzen zu stark.
Wenn am Freitag in Manama die Medaillenzeremonie stattfindet, werden Cynthia Mathez (Boningen SO) und Ilaria Olgiati (Hottwil AG) als einziges europäisches Damendoppel eine Medaille überreicht bekommen. Gold und Silber geht wie so oft an China, die andere Bronzemedaille an Thailand. Die beiden Schweizerinnen bestätigten im Turnierverlauf ihren Status als bestes Paar des Kontinents eindrücklich und feierten in der Gruppenphase auch ihren ersten Sieg überhaupt gegen ein chinesisches Paar. Im Halbfinal waren die Paralympics-Championnen von Paris aber ausser Reichweite.
«Die Medaille bedeutet uns sehr viel», sagte Mathez, die mit Olgiati an den Paralympics Bronze hauchdünn verpasst hatte. Und Olgiati ergänzt: «Wir haben das Maximum herausgeholt.» Für die beiden Europameisterinnen ist es die dritte WM-Medaille nach jeweils zwei Auszeichnungen vor vier Jahren in Tokio. Diese hier ist aber deutlich höher einzustufen, hatten doch damals die Athletinnen aus China und Thailand gefehlt.
Marc Lutz: «Alle haben die Erwartungen erfüllt oder übertroffen»
Die Schweizer Delegation überzeugte im Königreich Bahrain auch in der Breite mit den Viertelfinal-Qualifikationen von Ilaria Olgiati und Luca Olgiati/Yuri Ferrigno (ITA) sowie den Achtelfinals von Cynthia Mathez, die der Belgierin Man Kei To äusserst knapp unterlag, und dem Doppel Marc Elmer/Kamil Snajder (CZE).
Insbesondere Ilaria Olgiati bewies am Mittwoch bei der knappen Niederlage gegen die zweitbeste Chinesin der Welt, dass sie den immer noch übermächtigen Stars aus dem Reich der Mitte immer näher kommt – zumindest den ersten Satz hätte sie mit etwas mehr Wettkampfglück auch für sich entscheiden können. «Ich bin mit dem Turnier insgesamt sehr zufrieden», so die Paralympics-Dritte, deren Leistungskurve seit Jahren eigentlich nur eine Richtung kennt – gegen oben.
Die Turnierschlussbilanz von Nationaltrainer Marc Lutz, der da Team zusammen mit Wang Yu Yu betreute,fiel sehr positiv aus: «Alle unsere Athletinnen und Athleten haben die Erwartungen erfüllt oder sogar übertroffen.»


