Tokyo 2020 DE 31. August 2021

Der Schweizer Rollstuhlsportler spielt auch im zweiten Rennen seine überragende Form aus. Und nun hat Tokyo 2020 auch für das Cycling-Team begonnen.

“Das Gefühl ist einfach nur überragend.” Marcel Hug kann es nach dem Rennen über 1500 m selbst kaum glauben, wie souverän er letztlich die starke Konkurrenz auf die Plätze verwiesen hat. Daniel Romanchuk (USA) geht sehr schnell an, Hug lässt sich nicht aus der Ruhe bringen, er schliesst die Lücke und zieht auf den letzten 200 Metern unwiderstehlich davon. Es ist nach 5000 m die zweite Goldmedaille für Hug. Als er über die Ziellinie fährt und seine Zeit sieht, reckt er mit einem lauten Schrei die Faust in den Himmel: In 2:49,55 hat er den Weltrekord des Kanadiers Brent Lakatos um mehr als zwei Sekunden verbessert. “Mein Ziel für Tokyo 2020 war eine Medaille, mein Traum war eine Goldmedaille”, sagt Hug. “Dass ich Gold mit Weltrekord gewinne, das war jenseits meiner Vorstellungskraft.” Am Mittag Schweizer Zeit hat Manuela Schär ebenfalls über 1500 m die Chance auf ihre bereits  dritte Medaille.

Das Cycling-Team hatte zum Auftakt der Wettbewerbe eine Frühschicht (für Tokio Zeit). Beim Zeitfahren gibt es zwei Top-10-Plätze, Heinz Frei wird 7., Sandra Stöckli 8. und Sandra Graf 11. Aber zwei Athleten müssen unterwegs aufgeben. Fabian Recher hat Pech, ihm reisst die Kette. Tobias Fankhauser bricht sein Rennen wegen gesundheitlicher Probleme ab, er schont sich lieber im Hinblick auf das Strassenrennen von morgen und die Staffel vom Donnerstag. Hier sind die Medaillenchancen für das Team deutlich grösser als im Zeitfahren.

 

Foto: Keystone/Ennio Leanza

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