24. August 2019

An der Para Badminton Weltmeisterschaft in Basel vom 20. bis 25. August gewinnt die Schweizerin Karin Suter-Erath Bronze im Einzel. Die gesamte Schweizer Delegation blickt auf eine gelungene Heim-WM zurück.

Der Druck war gross
«Traumziel erreicht! Ich bin super glücklich über das gesamte Turnier und auch das Halbfinalspiel gegen Sarina SATOMI. Die um einiges jüngere Japanerin war einfach flinker als ich und meine Fehlerquote zu hoch. Ich habe Bronze gewonnen – das macht mich sehr stolz.», so die Baslerin, welche im Doppel mit Cynthia Mathez und im und Mixed-Doppel mit Luca Olgiati auch noch den Achtelfinal erreichte.

Cynthia Mathez ist über sich hinausgewachsen
Mit Karin Suter-Erath im Doppel und Marc Elmer im Mixed-Doppel rollte die Oltnerin in das Badminton-Spielfeld in Basel. Zwar hat Mathez ihr Ziel, mit dem Viertelfinal im Doppel, nicht ganz erreicht, jedoch glänzte sie auf dem Spielfeld. Mit sehr präzisen Drives und Clears konnte sie einige geniale Punkte gewinnen und die Gegner ins Schwitzen bringen. «Ich bin sehr zufrieden mit meinem Spiel und dem meiner Mitspieler. Vor allem hat mich Marc überzeugt. Er spielt noch nicht lange, jedoch bereits sehr konstant. Das Match gegen die Thailänder, den Weltranglistenführenden, haben wir zwar verloren, jedoch konnten wir immer wieder kontern und Punkte gewinnen.», so die an MS erkrankte Schweizerin stolz. Auch mit Karin Suter-Erath im Doppel war das Potential gross den Viertelfinal und mehr zu erreichen. Im Spiel gegen das spanisch-österreichische-Doppel wurde es knapp und laut – sogar sehr knapp! Mit 19:21, 21:19, 19:21 hiess es Abschied nehmen von der Medaille an der Heim-WM und den unterstützenden Schweizer Fans auf der Tribüne.

Marc Elmer mit einem hervorragenden WM-Debüt
Zufrieden darf auch der Newcomer aus Glarus die St. Jakobshalle in Basel verlassen. Er trat mit Cynthia Mathez im Mixed-Doppel an. Die Schweizer zeigten bereits in der Gruppenphase immer wieder starke Returns und taktisch gute Spielzüge – nur leider auch regelmässig Fehler, welche die Weltelite nicht verzeihen. Als Gruppenzweite schafften sie es in den Achtelfinal und erreichten somit ihr persönliches Ziel: Die Gruppenphase zu überstehen. Dass das Spiel im Achtelfinal gegen die Weltnummer eins, dem thailändischen Doppel Amnouy WETWITHAN und Jakarin HOMHUAL war, prophezeite keinen guten Ausgang für die Schweizer. Doch Mathez und Elmer liessen nicht locker. Mit 14:21 und 8:21 boten sie den Schweizer Fans ein spannendes Spiel, welches auf eine erfolgreiche Zukunft blicken lässt. «Dass ich in Basel mein Potential abrufen konnte, trotz meiner momentanen Triple-Belastung mit Schule, Sport und Job macht mich sehr stolz!», so Elmer. Nun heisst es weiterarbeiten und an die Zukunft denken, denn das Potential für grosse Erfolge ist vorhanden.

Luca Olgiati hat sein Ziel erreicht
Der Aargauer trat in Basel in den Bewerben Einzel, Doppel und Mixed-Doppel an. Mit Karin Suter-Erath erreichte er im Mixed-Doppel den Viertelfinal und somit auch sein persönliches Ziel. Im Einzel und im Doppel, wo er mit dem Spanier Francisco Motero spielte, scheiterte er bereits in der Gruppenphase. In diesen Bewerben hatte er weniger grosse Ambitionen. «Ich wollte mein Potential abrufen, was mir leider nicht immer gelang, aber alles in allem habe ich mich gut geschlagen.», so der Hausener. Im Einzel traf Olgiati auf den Japaner Atsuya WATANABE und dem Koreaner Jungjun KIM. Beide erreichten das Halbfinal. KIM, der Weltranglistenerste steht sogar im Final. «Die zwei spielen einfach noch eine Nummer besser als ich, jedoch sind sie nicht unerreichbar. Ich konnte viel lernen und weiss, dass ich an Physis und Technik noch arbeiten kann. Den Aufwand, den ich neben dem Job für Badminton betreiben kann, ist im Vergleich zu meinen Gegnern nicht vergleichen. Sie sind Vollprofis, daher weiss ich, dass noch einiges drin liegt.», so Olgiati. Er, wie auch Marc Elmer gehören noch zum Nachwuchs in der Schweizer Badminton Szene. Ihr grosses Ziel werden die Paralympics 2024 in Paris sein.

Ein persönlicher Erfolg und gleichzeitig eine sportliche Niederlage war die Heim-WM in Basel für Christian Hamböck. Der Basler kämpfte vor der WM mit gesundheitlichen Problemen. Ein Start an der Heim-WM war lange Zeit unsicher. Dass er überhaupt antreten konnte, war bereits vor dem ersten Spiel ein grosser Erfolg. Dennoch schmerzen natürlich die zwei Niederlagen in der Gruppenphase gegen den Brasilianer Julio Cesar GODOY, den Finnen Thomas PUSKA und das daraus resultierende Ausscheiden.

 

Resultate

Basel (SUI). Para-Badminton. WM. 20. – 25. August 2019.

Männer.

Einzel. WH2. Gruppenphase: Christian Hamböck (Basel) s. Thomas PUSKA (FIN) 5:21, 9:21. Luca Olgiati (Hausen) s. Jungjun KIM (KOR) 13:21, 8:21.

Doppel. WH1-2. Gruppenphase: Luca Olgiati (Hausen)/Francisco Motero (ESP) s. Prem Kumar ALE (EGT)/Abu HUBAIDA (EGT) 22:24, 13:21, 13:21.

 

Frauen.

Einzel.WH1. Halbfinal: Karin Suter-Erath (Wettingen) s. Sarina SATOMI (JPN) 14:21, 31:21.

Doppel. WH1-2. Achtelfinal: Cynthia Mathez (Olten)/Karin Suter-Erath (Wettingen) s. Henriett KOOSZ (AUT)/Marcela QUINTEROS (ESP) 19-21, 21-19, 19-21 

Mixed Doppel. WH1-2. Viertelfinal: Karin Suter-Erath (Wettingen)/Luca Olgiati (Hausen) s. Valeska KNOBLAUCH (GER)/Young-Chin MI (GER) 13:21, 17:21.

Achtelfinal: Cynthia Mathez (Olten)/Marc Elmer (Näfels) s. Amnouy WETWITHAN(THA)/Jakarin HOMHUAL (THA) 14-21, 8-21.

 

Die Resultate & Live Scoring finden Sie unter: http://bwf.tournamentsoftware.com/

Offizielle Eventwebseite: https://www.basel2019.org/para-badminton/

Foto Urs Sigg

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