Tokyo 2020 DE 30. Juli 2021

25 Tage vor Beginn der Paralympics in Tokio stand für die Athlet*innen von Swiss Paralympic ein ganz grosser und wichtiger Tag an: In Luterbach war Kleiderabgabe. Es wurde zu einem sehr intensiven wie inspirierenden Teamtag.

“Es ist einfach mega cool. Jetzt steht eine grosse Reisetasche daheim, und das erinnert mich immer daran, dass ich bald ganz woanders bin.” Sprinter Philipp Handler war mit der gesamten Delegation von Swiss Paralympic im solothurnischen Luterbach beim offiziellen Kleiderabgabetag. Es war für alle ein besonderer Tag. “Es fühlt sich fast ein wenig wie Weihnachten an”, sagte Schwimmerin Nora Meister und lachte. Denn im grossen Verteilzentrum von Ochsner Sport wurde die exklusive Paralympics-Kollektion von On Running vorgestellt und an die Athlet*innen verteilt. Die Stimmung war prächtig, es wurde gelacht, diskutiert, es war ein Gewusel zwischen Garderobe und Infos von Antidoping Schweiz, zwischen den Interviews mit dem Team der SRG und einem Schwatz mit einer Teamkolleg*in. Spannung und Vorfreude waren greifbar.

Denn ein Routinier wie Heinz Frei, der seine elften Paralympics bestreitet, weiss es natürlich ganz genau: “Was diesen Kleiderabgabetag so besonders macht: Es ist der einzige Tag, an dem ich wirklich alle treffen kann”, sagt der Handbiker angesichts verschiedener Anreisetage und der Abgeschiedenheit des Cycling-Teams vom Paralympischen Dorf. Also geniessen alle diesen einzigartigen Moment. “Ich schaue grad sehr oft Olympia im Fernsehen”, sagte Handbikerin Sandra Graf, “und wenn man dann selbst die offiziellen Kleider bekommt, dann ist klar: Jetzt geht’s dann los.”

Und was und wie es los geht, das war am Vormittag das Thema gewesen. Weniger spontan ging es da zur Sache, es stand die präzise, lückenlose Information im Vordergrund. Paralympics erfordern ein hohes Mass an Organisation und Koordination. In Corona-Zeiten wird dies alles natürlich zusätzlich akzentuiert. So nutzte etwa Teamarzt Phil Jungen die Gunst der kompletten Delegation, um nochmals eindringlich darauf hinzuweisen, wie wichtig gerade unter diesen Umständen die Eigenverantwortung bei der Einschätzung der eigenen Gesundheit ist und beim Umgang mit anderen. Es ging im weiteren um Einschränkungen für Athlet*innen im Umgang mit Botschaften via Social Media, um den Umgang mit spontan auftretenden schwierigen Situationen, die aktuell noch unberechenbarer auftreten können.

Aber damit hier kein falscher Eindruck entsteht: Es ging auch am Vormittag in erster Linie um die Vorfreude, dass sich jede einzelne Person bewusst macht, welch grosse Zeit bald kommt. “Ihr müsst gerade jetzt darauf achten, dass ihr von Anfang an in eine positive Spirale kommt”, sagte Chef de Mission Roger Getzmann. Und immer wieder wurde auf die wunderbaren Momente verwiesen, die das Schweizer Olympiateam gerade an gleicher Stätte erleben darf. “Wenn ihr positiv an die Sache herangeht”, sagte Swiss-Paralympic-Präsident René Will, “dann ist alles möglich.” Und er überreichte Getzmann fürs ganze Team eine japanische Glückskatze. In den Farben rot, schwarz und weiss - mehr Glück geht nicht.

Text: Christian Andiel

Foto: Sofia Gonzalez und Elena Kratter beim Kleiderabgabetag. Keystone-SDA/Ennio Leanza

 

06.07.2022

Para-Dressur: Selektion für die Weltmeisterschaft

Die Aargauerin Nicole Geiger wurde mit ihrem Pferd Amigo als einzige Schweizerin für die Para-Dressur Weltmeisterschaft vom 10. bis 14. August 2022 in Herning (DEN) selektioniert. 
Weiterlesen
30.06.2022

Partnermeeting 2022 - Letzigrund Stadion

Einige Impressionen unseres Partnermeetings im Letzigrund Stadion. Neben Infos gabs Para-Sport hautnah im Infield und Gänsehaut mit dem Film "Phönix aus der Asche".
Weiterlesen
21.06.2022

Mauritz Trautner wird neuer Head Coach Ski Alpin

Das Swiss Paralympic Ski Team wird neu von Mauritz Trautner trainiert. Der ehemalige Co-Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft soll das Schweizer Team weiterentwickeln und an der Weltspitze etablieren.
Weiterlesen