29. Januar 2023

Vier Silbermedaillen nehmen die Schweizer Para-Skifahrer von der WM in Spanien mit nach Hause. Im Slalom am Sonntag reichte es nicht für einen weiteren Podestplatz. Slalom-Spezialist Thomas Pfyl blickt etwas wehmütig auf sein letztes WM-Rennen.

Es war ein Wechselbad der Gefühle an der Para-Ski alpin-WM im spanischen Espot. Mehrere Rennen fielen den Windböen von über 100 Stundenkilometern zum Opfer, bis das Team am Montag endlich das Starthaus von innen sah.

Robin Cuche holte den ersten Schweizer Vize-Weltmeistertitel in Espot, es folgten zwei weitere. Die Freude war gross, auch wenn der Neuenburger nach vier Weltcupsiegen in Veysonnaz mit Gold liebäugelte. «Ich bin noch ein bisschen enttäuscht über die Abfahrt und den Riesenslalom, aber ansonsten ziehe ich Positives aus dieser WM und bin bereit, den Rest der Weltcup-Saison in Angriff zu nehmen. Ich habe immerhin drei Silbermedaillen, ich freue mich darüber» meint der Neuenburger nach dem letzten WM-Rennen im Slalom, bei dem er im ersten Lauf im unteren Teil ausschied.

Thomas Pfyl: «Ich werde das Familiäre im Skizirkus vermissen»

Mit etwas Wehmut kehrt der Schwyzer Thomas Pfyl am Montag in die Schweiz zurück. Er konnte an der WM im Slalom nicht ganz das Resultat erzielen, das er sich vorgenommen hatte. Am Sonntag fuhr er auf Rang 9. «Ich weiss, dass es der letzte Grossanlass war, im Ziel bin ich schön empfangen worden und mir ist noch klarer, dass es das letzte WM-Rennen war», sagt Thomas Pfyl. Was der Schwyzer am meisten im Skizirkus vermissen wird, «ist das Familiäre. Wir sind eine grosse Familie und durften Vieles zusammen erleben. Auch das Reisen war sehr schön, das möchte ich nicht missen, aber ich freue mich jetzt auch über den neuen Lebensabschnitt», meint Thomas Pfyl. Bevor er Ende Saison nach zwei Jahrzehnten vom Spitzensport zurücktritt, stehen noch einige Weltcuprennen auf dem Programm. Vor allem im Slalom möchte er im Rennen die Leistungen vom Training abrufen.

Eine Achterbahn-WM für Théo Gmür

Für Théo Gmür war die gesamte WM eine Achterbahnfahrt. Nachdem das Resultat in den Speedrennen unter seinen Erwartungen lag, führte er im Riesenslalom im ersten Lauf und holte am Ende Silber hinter Arthur Bauchet. Der Walliser zieht eine gemischte Bilanz: «Ich hatte mehr erwartet als eine Medaille, da ich bei der letzten WM zwei gewonnen habe, aber auf der anderen Seite bin ich auch zufrieden mit meiner Leistung im Riesenslalom. Vor allem den ersten Lauf nehme ich mit für künftige Rennen», berichtet Théo Gmür. «An der WM zählen halt nur die Medaillen», so der Walliser, der im Super-G Vierter und in der Abfahrt Fünfter wurde.

Bestätigung auf der Langstrecke, Enttäuschung im Sprint

Auch die Para-Langlauf-WM in Östersund endet diesen Sonntag. Luca Tavasci zieht nach seinem karrierebesten Resultat über 18 Kilometer klassisch, einer Enttäuschung im Sprint und nach seinem Rennen über 10 Kilometer Freistil folgende Bilanz: «Es hat sich gezeigt, dass es nicht ein Skating-Problem ist, sondern ein Sprint-Problem. Lange Distanzen liegen mir besser. Dort konnte ich meine Leistungen bestätigen. Wichtig ist auch, dass ich mich gut vom Sprint erholen konnte», sagt der Engadiner. Er kann mit Rang 11 über 10 Kilometer Skating zufrieden sein. «Ich sehe auch einen kleinen Fortschritt im Skating, auch wenn dieser in der klassischen Technik natürlich grösser ist», fügt Luca Tavasci hinzu.

Am Montag reisen der Langläufer und das Ski alpin-Team nach Zürich. Die Alpinen, mit vier Silbermedaillen im Gepäck, werden am Montagabend am Flughafen Zürich empfangen. Fans, Familie und Freunde sind eingeladen, am Empfang ab 16h45 in Halle 1 teilzunehmen.

Foto: Gabriel Monnet

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