3. Oktober 2025

Das Schweizer Team trumpft an der Para-Badminton-EM in Istanbul gross auf. Die Equipe wird sieben Medaillen gewinnen und damit so viele wie noch nie, nur deren Farben sind noch unklar. Am Samstag und Sonntag werden die Halbfinal- und Finalspiele ausgetragen.

Sechs Medaillen hatte die Schweiz bereits 2023 an der EM in Rotterdam in gleicher Besetzung gewonnen. Eine Wiederholung, respektive Verbesserung schien ambitiös, angesichts der Steigerungen in den letzten Jahren aber nicht unmöglich. Und vom ersten Tag an trat das Team der Trainer Marc Lutz und Jano Probst (Rollstuhl) sowie Patrick Meili (Standings) entschlossen auf.

Starke Auftritte am Donnerstag und Freitag

Bereits am Donnerstag hatte die Schweiz dreifach Grund zur Freude. Paralympics-Bronzegewinnerin Ilaria Olgiati (Hottwil AG) zog im Einzel direkt nach der Gruppenphase in die Halbfinals ein. Zudem waren zwei weitere Edelmetallgewinne im Voraus klar: Dies, weil Luca Olgiati (Hottwil AG) und Lars Porrenga (Oberlunkhofen AG) sich im Einzel-Viertelfinal duellierten ebenso wie Olgiati im Doppel mit Marc Elmer (Mollis GL).

Am Freitag ging es nun im gleichen Stil weiter: Cynthia Mathez (Boningen SO) gewann ihr letztes Gruppenspiel im Einzel und zog dadurch in die Vorschlussrunde ein. Sie hat sich erwartungsgemäss auch im Doppel mit Ilaria Olgiati für die Runde der letzten Vier qualifiziert, genau wie Marc Elmer, der sein letztes Gruppenspiel klar für sich entschied. Die internen Schweizer Viertelfinal-Duelle gingen an Luca Olgiati sowie Luca Olgiati mit Yuri Ferrigno im Mixed.  An der Seite des Italieners schaffte auch Ilaria Olgiati im Mixed den Halbfinaleinzug.

Endstation im Viertelfinal war trotz einer starken Leistung  für das Standing-Duo Domink Bützberger/Maurin Stübi (Thun/Emmenbrücke LU).

Marc Lutz: «Ich sehe in jedem Match Finalchancen.»

Nationaltrainer Marc Lutz zieht am Freitagnachmittag ein positives Zwischenfazit: «Ich bin sehr zufrieden. Alle haben ihre Leistungen bestätigt und einige sogar noch übertroffen.» Besonders grosse Fortschritte konstatiert er an zwei Orten: «Lars hat sich stark weiterentwickelt und Dominik und Maurin ebenfalls.»

Am Samstag werden alle Halbfinals ausgetragen, am Sonntag die Finals. Mit grosser Wahrscheinlichkeit mit Schweizer Beteiligung. Marc Lutz steigt jedenfalls mit einem guten Gefühl ins Weekend: «Ich sehe in jedem Match Finalchancen.»

Text: Marco Keller, Swiss Badminton

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