10. Dezember 2025

Romy Tschopp hatte einen bitteren Einstieg in die paralympische Saison: Die Para-Snowboarderin kam vom Kurs ab und stürzte beim Weltcup im niederländischen Landgraaf Ende November. Sie zog sich dabei eine komplexe Schulterverletzung zu. Die Sissacherin verpasst damit die Weltcupsaison vor den Paralympics. Den Traum von einem Start in Milano Cortina 2026 gibt sie jedoch nicht auf.

Am vergangenen Montag wurde die Baselbieterin in Muttenz operiert und bereitet sich nun auf die Reha vor. «Durch eine Schulterluxation ist die Supraspinatussehne knöchern ausgerissen und auch ein Nerv wurde verletzt. Zum Glück ist die OP gut verlaufen und ich bin in den besten Händen. Nun heisst es geduldig sein,» meint die PluSport-Athletin nach dem Eingriff. Als nächsten Schritt wird sie sich in der Rehaklinik Basel zunächst auf ihre Genesung, und danach gezielt auf ihr Comeback konzentrieren.

 

Die Enttäuschung ist bei Romy Tschopp gross, steht mit den Paralympics in Cortina im März 2026 ein absolutes Highlight vor der Tür, auf das sie akribisch hingearbeitet hat. Tschopp meint: «Mein Mann, mein Team und ich haben so viel investiert. Jetzt so ausgebremst zu werden, tut sehr weh. Aber egal wie es ausgeht, wir werden auch an dieser Situation gemeinsam wachsen.»

 

Wann die Para-Snowboarderin wieder ins Renngeschehen einsteigen wird können, ist offen. «In den nächsten drei Monaten geht es vor allem darum, das Schultergelenk zu mobilisieren. Inwiefern ein gezieltes Training möglich sein wird, wird sich zeigen. Weltcuprennen werde ich in dieser Zeit nicht fahren können» so die 32-Jährige. Den Traum von einem Start in Milano Cortina 2026 will sie aber nicht aufgeben: «Meine Ärzte meinen, dass es eine kleine Chance gibt, dass ich im März 2026 doch starten kann – das ist ein Hoffnungsschimmer, auf den ich mich ganz fest fokussiere!»

 

Ob Romy Tschopp an den Paralympics teilnehmen wird können, entscheidet sich Mitte Februar. Dann wird seitens Swiss Paralympic die offizielle Selektion vorgenommen.

 

Weitere Informationen

Andrea Wallimann

wallimann@plusport.ch

Medienverantwortliche PluSport

Fotograf: Tom Meyers

22.06.2026

Switzerland 2038: Swiss Paralympic begrüsst Unterstützung des Bundesrates

Der Bundesrat stärkt dem Projekt Switzerland 2038 den Rücken: Mit seinem heutigen Entscheid bekräftigt er die Unterstützung für die Schweizer Kandidatur zu Olympischen und Paralympischen Winterspielen 2038. Für Switzerland 2038 ist dies ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg in die entscheidende parlamentarische Phase.
Weiterlesen
18.06.2026

Claire Ghiringhelli zurück auf der Weltcupbühne

Wenn sich am 26. bis 28. Juni die Weltbesten im Rudersport für die LUCERNE REGATTA am Rotsee treffen, wird auch die Paralympics-Teilnehmerin Claire Ghiringhelli ihren ersten internationalen Einsatz des Jahres haben.
Weiterlesen
17.06.2026

Neue Anlaufstelle für Klassifizierungs-Themen

Laura Mangold ist Ansprechpartnerin für Fragen rund um die Klassifizierung von Para-Sportler*innen. Seit dem 1. Juni hat der Schweizer Para-Sport eine Koordinationsstelle für Anliegen rund um das Thema Klassifizierung – getragen durch die beiden Sportverbände Rollstuhlsport Schweiz und PluSport.
Weiterlesen