Romy Tschopp gibt trotz OP Paralympics-Traum nicht auf

Romy Tschopp hatte einen bitteren Einstieg in die paralympische Saison: Die Para-Snowboarderin kam vom Kurs ab und stürzte beim Weltcup im niederländischen Landgraaf Ende November. Sie zog sich dabei eine komplexe Schulterverletzung zu. Die Sissacherin verpasst damit die Weltcupsaison vor den Paralympics. Den Traum von einem Start in Milano Cortina 2026 gibt sie jedoch nicht auf.
Am vergangenen Montag wurde die Baselbieterin in Muttenz operiert und bereitet sich nun auf die Reha vor. «Durch eine Schulterluxation ist die Supraspinatussehne knöchern ausgerissen und auch ein Nerv wurde verletzt. Zum Glück ist die OP gut verlaufen und ich bin in den besten Händen. Nun heisst es geduldig sein,» meint die PluSport-Athletin nach dem Eingriff. Als nächsten Schritt wird sie sich in der Rehaklinik Basel zunächst auf ihre Genesung, und danach gezielt auf ihr Comeback konzentrieren.
Die Enttäuschung ist bei Romy Tschopp gross, steht mit den Paralympics in Cortina im März 2026 ein absolutes Highlight vor der Tür, auf das sie akribisch hingearbeitet hat. Tschopp meint: «Mein Mann, mein Team und ich haben so viel investiert. Jetzt so ausgebremst zu werden, tut sehr weh. Aber egal wie es ausgeht, wir werden auch an dieser Situation gemeinsam wachsen.»
Wann die Para-Snowboarderin wieder ins Renngeschehen einsteigen wird können, ist offen. «In den nächsten drei Monaten geht es vor allem darum, das Schultergelenk zu mobilisieren. Inwiefern ein gezieltes Training möglich sein wird, wird sich zeigen. Weltcuprennen werde ich in dieser Zeit nicht fahren können» so die 32-Jährige. Den Traum von einem Start in Milano Cortina 2026 will sie aber nicht aufgeben: «Meine Ärzte meinen, dass es eine kleine Chance gibt, dass ich im März 2026 doch starten kann – das ist ein Hoffnungsschimmer, auf den ich mich ganz fest fokussiere!»
Ob Romy Tschopp an den Paralympics teilnehmen wird können, entscheidet sich Mitte Februar. Dann wird seitens Swiss Paralympic die offizielle Selektion vorgenommen.
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Medienverantwortliche PluSport
Fotograf: Tom Meyers

