Milano Cortina 2026 DE 15. März 2026

Die Schweiz holt an den Paralympics sechs Medaillen - und vier davon gehen auf das Konto von Robin Cuche. Der Neuenburger sicherte sich Slalom-Bronze und sagte danach: «Es ist unglaublich.»

Als sich Robin Cuche auf den fünften und letzten Einsatz an diesen Winterspielen einstimmt, denkt er: «Wenn die Verhältnisse gut wären, hätte ich eher eine Chance. Aber so… das wird schwierig.» In Cortina herrschen tatsächlich schwierige Bedingungen. Aber Cuche kommt auch damit zurecht. Im ersten Lauf fährt er auf Rang 6 und legt sich für den zweiten Durchgang eine klare Strategie zurecht: «Voll attackieren.»

 

Er macht Plätze gut, profitiert vom Ausfall des Italieners Federico Pelizzari und etabliert sich schliesslich auf Rang 3. Der Russe Alexej Bugajev siegt, der Neuseeländer Adam Hall wird Zweiter. Damit komplettiert Cuche seinen Medaillensatz und reist am Montag mit insgesamt vier Auszeichnungen nach Hause. Sein Höhenflug begann mit Gold in der Abfahrt, setzte sich mit Gold im Super-G fort und führte über Silber im Riesenslalom nun zu Bronze im Slalom.

 

«Ich bin sehr zufrieden, wieder auf dem Podest zu stehen», sagte er und fügte mit einem Augenzwinkern an: «Schade, dass ich in der Alpinen Kombination ausgeschieden bin…» Er mag es verschmerzen. Sein Abschneiden ist überragend, oder wie er es formuliert: «Wahnsinnig!»

 

Emerick Sierro zweitbester Schweizer in der Kategorie Stehend

Der erst 19-jährige Emerick Sierro lieferte erneut eine sehr gute Leistung ab. Er klassierte sich im 14. Rang und damit als zweitbester Schweizer in der Kategorie stehend.

Alles in allem zog er eine positive Bilanz seiner ersten Winterspiele: «Ich bin zufrieden mit den Ergebnissen. Anfang Saison hatte ich nicht unbedingt an eine Selektion gedacht. Nun durfte ich wertvolle Erfahrungen sammeln.»

 

Drei Ränge dahinter platzierte sich Théo Gmür. Der Routinier erklärte danach mit Blick in die Zukunft: «Ich muss eine Reaktion zeigen und werde das auch tun.» Der 32-Jährige möchte an den Paralympics 2030 in Frankreich noch einmal dabei sein.

 

Pascal Christen: «Es holperte»

In der Kategorie Sitzen endete für Pascal Christen das letzte Rennen im ersten Durchgang mit einem Sturz. «Das ist nicht der erhoffte Abschluss der Winterspiele», sagte der Nidwaldner. «Die Piste war eine Herausforderung.» Die Enttäuschung hielt sich allerdings in Grenzen. Christen hatte im Riesenslalom den starken 8. Rang und damit ein Diplom erreicht. «Das war mein Ziel. Darum fahre ich zufrieden nach Hause.»

 

Christens Teamgefährte Christophe Damas brachte den Slalom ins Ziel: Rang 13 schaute beim fünften Wettkampf heraus. «Ich habe zwar kein Diplom erreicht, bin aber trotzdem zufrieden mit meinen ersten Paralympics», sagte der 23-Jährige. «Ich habe drei Rennen beendet und konnte wertvolle Erfahrungen an einem Grossanlass sammeln. Ich habe die Tage in Cortina genossen.»

 

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