10. Februar 2025

Die alpinen Para-Ski-Weltmeisterschaften in Maribor enden für die Schweizer Delegation versöhnlich. Der Neuenburger Robin Cuche gewinnt im Slalom Silber. Der Walliser Théo Gmür muss sich im Riesenslalom mit dem 4. Platz zufriedengeben.

Freude herrscht zum Abschluss der Para-Ski-WM in Maribor. Nach der Enttäuschung über die Absage aller Speedrennen und dem verpassten Podestplatz im Riesenslalom, jubelt Robin Cuche im Zielraum. «Nach dieser schwierigen Woche bin ich sehr froh über diese Silbermedaille im Slalom», sagt Robin Cuche. Für den 26-jährigen Neuenburger war es bereits die fünfte WM-Medaille, die fünfte silberne. An den Titelkämpfen vor zwei Jahren in Spanien belegte der Neffe von Didier Cuche in der Abfahrt, im Super-G und in der Kombination den 2. Platz. 2017 wurde er in der Super-Kombination ebenfalls WM-Zweiter. Sein Ziel für die nächste WM ist somit schon gesetzt: «Vielleicht kann ich dann in den Speedrennen um Gold fahren.»

An der WM in Maribor boten sich Cuche nur zwei Gelegenheiten für einen Medaillengewinn, nachdem die Speedrennen und die Kombination in Sloweniens grösstem Skigebiet wegen Schneemangels abgesagt werden mussten. Im Riesenslalom musste sich Cuche unmittelbar hinter Landsmann Théo Gmür mit dem 5. Platz begnügen.

Théo Gmür verpasst Podest im Riesenslalom

Der Walliser Riesenslalom-Spezialist Théo Gmür muss sich an der WM in Slowenien mit einem 4. Platz begnügen. Der Drittplatzierte Franzose Jules Segers war um 62 Hundertstel schneller als der Schweizer. «Die Schoggimedaille tut immer etwas weh, Bronze hätte ich lieber gehabt, aber das Rennen lehrt mich auch einiges für die weitere Saison», meint Théo Gmür.  Nachdem er zwei Jahre verletzungsbedingt keine Rennen fahren konnte, kann er mit diesem Resultat in Maribor dennoch zufrieden sein.

Kein Top 10-Resultat im Monoskibob

Auch die Monoskibobfahrer zeigten in Slowenien gute Leistungen. Das Fahrerfeld an der WM war aber deutlich grösser als im Weltcup. Das angepeilte Top 10-Resultat blieb aus. Dennoch sind der Nidwaldner Pascal Christen und der Appenzeller Nachwuchsfahrer Christophe Damas zufrieden. Im Riesenslalom klassierten sie sich auf Rang 12 und Rang 16, im Slalom erreichte Pascal Christen Rang 13. Christophe Damas musste aus gesundheitlichen Gründen auf den 2. Slalomlauf verzichten.

Das sportliche Fazit des Nationalcoachs Mauritz Trautner fällt positiv aus: «Ich bin zufrieden mit den Leistungen, wir sind solide Rennen gefahren. Es war eine durchwachsene WM mit nur zwei Rennen. Nach einigen Fehlern im Riesenslalom, war der Druck im Slalom immens hoch, deshalb bin ich erleichtert, dass wir mit Silber die WM abschliessen können.» Für das Para-Ski-Team steht mit dem Riesenslalom und Slalom-Weltcup in Veysonnaz vom 20. bis 23. März noch ein Saisonhighlight auf dem Programm.

 

Fotos: Gabriel Monnet

 

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