Milano Cortina 2026 DE 9. März 2026

Gold in der Abfahrt, zwei Tage später Gold im Super-G: Der 27-jährige Neuenburger triumphiert in Cortina erneut. Dabei hatte er sich nach der Zieleinfahrt genervt.

Am Samstag der Triumph in der Abfahrt, nun die zweite Goldmedaille: In der Kategorie Stehend lässt sich Robin Cuche auch im Super-G nicht bezwingen. Der 27-jährige Neuenburger weist am Ende einen Vorsprung von fast einer Sekunde auf den US-Amerikaner Patrick Halgren auf. Jules Segers liegt als Dritter bereits 1,47 Sekunden zurück.

 

«Egal, was nun kommt: Die Spiele sind für mich jetzt schon ein Erfolg», hatte Cuche nach dem Gold in der Abfahrt erklärt. Als er an diesem Montag im Zielraum von Cortina abschwingt, erweckt er zunächst nicht den Eindruck, mit seiner Fahrt zufrieden zu sein. Er schüttelt mehrmals den Kopf. Hinterher sagt er: «Ich war ein bisschen genervt, weil ich ausgerechnet an jener Stelle einen Fehler beging, vor der mich der Trainer noch gewarnt hatte.»

 

Der Schnitzer fällt nicht ins Gewicht. Je länger das Rennen dauert, desto zufriedener wirkt Cuche. Und am Schluss ist er der Mann, der erneut jubeln darf und für die dritte Schweizer Medaille bei diesen Winterspielen sorgt. «Ich habe Gold nicht erwartet», sagt er. «Umso besser fühlt es sich an, gewonnen zu haben.» Dann fügt er hinzu: «Ich war noch nie so entspannt am Start wie heute.» Und mit welchen Zielen geht er die verbleibenden drei Wettkämpfe an? Ein Lächeln, dann die Antwort: «On verra.»

 

Als er kurz nach 13.30 Uhr seine zweite Goldmedaille erhält und auf dem Podest steht, fliessen keine Tränen mehr wie am Samstag. Cuche atmet zwei-, dreimal tief durch. Und kostet den Moment aus.

 

Glücklicher Chef de Mission

 

«Die Leistung von Robin ist nicht hoch genug einzuschätzen», lobt Tom Reulein, Chef de Mission. «Man sieht einfach, wie er auf dem Ski steht und mit welchem Mindset er unterwegs ist: Er ist ständig auf der Suche nach der schnellsten Linie. Das ist schlicht beeindruckend.»

 

Gmür 13., Sierro 15., Rotach 26.

 

Weniger gut ergeht es Routinier Théo Gmür. Der dreifache Goldmedaillengewinner von Pyeongchang 2018 fährt auf den 13. Rang und stürzt zu allem Überfluss nach der Zieleinfahrt auch noch.

 

Der erst 19-jährige Emerick Sierro schafft es auf Rang 15 und ist zufrieden mit der Klassierung nach Rang 16 in der Abfahrt: «Ich war viel weniger nervös als am Samstag und geniesse es, hier starten zu können.»

 

Ueli Rotach beendet sein allererstes Paralympics-Rennen auf Platz 26. «Im Starthaus war ich richtig nervös», sagt der Toggenburger. «Im Nachhinein frage ich mich, wieso ich so angespannt war. Das nächste Mal wird das kaum mehr der Fall sein. Jetzt bin ich froh, die Premiere hinter mir zu haben. Es fühlt sich sehr gut an.»

 

Christen 10. – Damas 19.

 

In der Kategorie Sitzend erreicht Pascal Christen Rang 10. Der Nidwaldner mit Wohnsitz in Nottwil ist danach zufrieden. «Endlich habe ich mein erstes Resultat», sagt er, nachdem er am Samstag das Rennen nicht beendet hatte. Im Ziel von Cortina freut er sich zudem besonders über Cuches Gold: «Die nehmen wir gerne.»

 

Christophe Damas fährt auf den 19. Platz. Auch für den Paralympics-Neuling ist es das erste Ergebnis in Cortina – am Samstag war auch er in der Abfahrt ausgeschieden. «Ich bin nicht ganz zufrieden, weiss aber, wo ich Zeit verloren habe.»

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