Murat Pelit holt WM-Gold, Nicole Häusler verpasst Quotenplatz knapp

Murat Pelit sorgt an den Weltmeisterschaften der Para-Sportschützen in Changwon für einen Schweizer Erfolg: Der Tessiner gewinnt im Tontaubenschiessen Gold und ist neu Weltrekordhalter. Nicole Häusler verpasst einen Quotenplatz für die Paralympics 2028 um lediglich 0,1 Punkte.
Weltrekord für Murat Pelit
Nach einer umkämpften Qualifikation im Tontaubenschiessen zog Murat Pelit als Achter in den Final ein. Der Tessiner schoss dort jeweils als Letzter seiner Gruppe, hielt dem Druck stand und übernahm in der zweiten Runde die Führung. In der dritten Runde traf Pelit fünf Scheiben in Serie und setze sich von der Konkurrenz ab. Mit 22 von 30 möglichen Treffern im neuen Wettkampfformat sicherte sich der Schweizer nicht nur den Weltmeistertitel, sondern ist neu auch Weltrekordhalter.
«Ich habe es zuerst gar nicht realisiert. Ich freue mich riesig über diese Medaille und dann noch mit einem Resultat, das ich nie für möglich gehalten hätte», sagte Murat Pelit. «Die Qualifikation war hart und ich musste kämpfen. Aber Finals sind für mich gemacht – da bin ich in meinem Element.»
Für den ehemaligen Monoskibobfahrer ist es nach dem Vize-Weltmeistertitel 2025 der grösste internationale Erfolg im Tontaubenschiessen. Nach den Paralympics in Beijing 2022 hatte er seine Karriere im Skisport beendet. Seit drei Jahren hat der Familienvater im Tontaubenschiessen eine neue sportliche Leidenschaft gefunden. Die bisher nicht paralympische Disziplin war in Changwon erstmals Teil der Weltmeisterschaften im Para-Sportschiessen. Pelits Goldmedaille ist der erste Schweizer Titel in dieser Sportart.

Häusler fehlen nur 0,1 Punkte zum Quotenplatz
Auch Nicole Häusler zeigte in Changwon eine starke Leistung. Im Luftgewehr stehend der Kategorie SH2 erzielte sie 628,9 Punkte und belegte im gemischten Feld Rang 13. Als zweitbeste Frau verpasste sie den Quotenplatz für die Paralympics in Los Angeles 2028 um knappe 0,1 Punkte.
«Nicole schoss einen guten Wettkampf», bilanzierte ihr Trainer Walter Berger. «Es ist ein hartes Ergebnis, aber sie trägt es sportlich.» In ihren weiteren Einsätzen sammelte Häusler wichtige Erkenntnisse für die kommenden Wettkämpfe.
Stefan Amacker absolvierte an der WM vier Starts mit der Pistole. Während die ersten drei Wettkämpfe für Amacker etwas enttäuschend waren, gelang ihm zum Abschluss über 50 Meter ein gutes Resultat. Dieses gibt ihm Zuversicht für die weitere Saison. «Dieser Wettkampf hat gezeigt, was möglich ist, wenn es passt. Das motiviert mich für die Zukunft», meint der Zürcher Pistolenschütze.


