7. September 2026

Am dritten Wettkampftag der Para-Cycling-Weltmeisterschaften in Huntsville gewinnt das Schweizer Handbike-Team Gold, Silber und Bronze. Sandra Fuhrer verteidigt ihren Titel, Fabian Recher holt Silber und Micha Wäfler Bronze. Dreiradfahrerin Celine van Till stürzt im Zielsprint und wird Dritte.

Sandra Fuhrer verteidigt ihren Weltmeistertitel

Für den goldenen Abschluss des Tages sorgte Sandra Fuhrer. Die Glarner Handbikerin verteidigte im Strassenrennen ihren Weltmeistertitel aus dem Vorjahr – trotz eines «technischen Intermezzos», wie sie es nannte. Nachdem sich ihr Handbike mit demjenigen einer Konkurrentin verhakt hatte, mussten beide Fahrerinnen kurz anhalten. Fuhrer kämpfte sich zurück und gewann dank einer beeindruckenden Aufholjagd erneut Gold.

«Es war ein ganz anderes Rennen als vor einem Jahr. Es war sehr taktisch. Ich musste geduldig sein und mich häufig hinten im Feld aufhalten», erklärte Fuhrer. Den Druck als Titelverteidigerin habe sie so gut wie möglich auszublenden versucht.

Aus Bronze wird Silber

Auch für Fabian Recher endeten die Weltmeisterschaften nach Rang vier im Zeitfahren versöhnlich. Nach einem soliden Strassenrennen folgte ein Schlusssprint. Der Berner überquerte die Ziellinie zunächst hinter dem Österreicher Thomas Frühwirth als Dritter. Weil Frühwirth von der UCI wegen eines Fahrfehlers auf Rang vier zurückversetzt wurde, rückte Recher auf den Silberplatz vor. Damit krönte er seine herausragende Saison, in der er bereits zwei EM-Titel gewonnen hatte.

Micha Wäfler sicherte sich im Strassenrennen der Kategorie H3 die Bronzemedaille. Nach Silber im Einzelzeitfahren war es bereits seine zweite Medaille an diesen Weltmeisterschaften – und die zweite seiner Karriere. «Die Bronzemedaille ist für mich fast Gold wert», sagte Wäfler nach der Siegerehrung. «Es gab heute auch Stürze. Ich wollte nicht zu viel riskieren, lag deshalb etwas weiter hinten und musste einen starken Schlusssprint hinlegen.» Dieser gelang ihm: Wäfler kämpfte sich auf den dritten Rang vor.

Van Till stürzt im Zielsprint und gewinnt Bronze

Celine van Till hatte bei ihrem Sturz im Zielsprint Glück im Unglück. Die Genfer Titelverteidigerin hatte das Strassenrennen taktisch klug bestritten und sich lange hinter der Dänin Emma Lund positioniert. Wenige Zentimeter vor der Ziellinie berührte die Chinesin Wenxi Wu das Hinterrad von van Tills Dreirad. Beide Fahrerinnen stürzten über die Ziellinie. Van Till gewann Bronze. «Es war mein erster schwerer Sturz in einem Radrennen. Mir geht es wieder gut, aber ich brauche sicher noch etwas Erholung», berichtete van Till.

Am Montag enden die Para-Cycling-Weltmeisterschaften in Huntsville mit den Strassenrennen der stehenden Athlet*innen. In der Kategorie C2 versucht die Zürcherin Flurina Rigling, ihren Weltmeistertitel zu verteidigen.

 

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