12. August 2023

Flurina Rigling holt in Glasgow ihre fünfte WM-Medaille. Nach dem Medaillensatz auf der Bahn und dem Vize-Weltmeistertitel im Zeitfahren, wird die Para-Cyclerin Weltmeisterin im Strassenrennen.

Für Flurina Rigling endet die Rad-WM in Schottland so goldig wie sie begonnen hatte. Im Strassenrennen kürt sich die Weltmeisterin in der Einzelverfolgung auf der Bahn zum zweiten Mal zur Weltmeisterin, dieses Mal auf der Strasse. Bis zur Schlussrunde fuhr die Zürcherin in der Spitzengruppe mit fünf Fahrerinnen. Den entscheidenden Schlusssprint entscheidet Flurina Rigling schliesslich vor der Kolumbianerin Daniela Carolina Munevar Florez und der Deutschen Maike Hausberger für sich. Im Zielraum sind der Jubel und die Erleichterun gross.

«Es ist so ein emotionaler Moment. Eigentlich wissen alle, Sprint ist nicht meine Stärke, aber wir haben hart daran gearbeitet und es ist einfach schön», meint Flurina Rigling. Nach der Silbermedaille im Zeitfahren, wo ein platter Reifen ihren Goldkurs gebremst hatte, macht sich die Zürcherin somit selbst das schönste Geschenk zum Abschluss dieser WM.

Fabio Bernasconi: «Wir Jungs müssen noch unsere Hausaufgaben machen.»

Franziska Matile-Dörig klassierte sich in der Kategorie WC4 auf Rang 5. Bei den Herren in der Kategorie MC4 fuhr Timothy Zemp während der ersten Hälfte des Rennens unter starkem Regen in der Spitzengruppe bis mehrere Fahrer auf der nassen Strasse stürzten. Die Bremse des Zürchers war kaputt und er musste das Rad wechseln, so fuhr er am Ende auf Rang 12 ins Ziel. In derselben Kategorie klassierten sich Fabio Bernasconi und Laurent Garnier auf Rang 13 und 14. «Solange nur die Ladies Medaillen holen, können wir nicht zufrieden sei. Wir Jungs müssen schon noch unsere Hausaufgaben machen», meint Fabio Bernasconi zur Bilanz an dieser WM.

Das Tandem von Christian Ackermann mit Nationalcoach Dany Hirs zieht auch eine positive Bilanz. Sie konnten zwar mit der Spitzengruppe nicht mithalten, aber waren trotz Notlösung ein gutes und eingespieltes Team, obwohl sie länger nicht mehr zusammen auf dem Tandem trainiert hatten. Im Strassenrennen fuhren sie auf Rang 18.

Diesen Sonntag sind die Handbiker beim Mixed Team Relay am Start. Für die Schweiz werden Fabian Recher (MH4), Tobias Lötscher (MH4) und Benjamin Früh (MH1) um eine gute Platzierung kämpfen. Die Punkte aller WM-Rennen zählen für das Quotenplatz-Ranking für Paris 2024.

 

Foto: Gabriel Monnet

 

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