Gold und Weltrekord für Murat Pelit im Tontaubenschiessen

Gerade noch als Achter für die Finals qualifiziert und dann im Final mit Weltrekord zum Weltmeister: der Tessiner Murat Pelit holt an der WM der Para-Sportschützen die Goldmedaille im Tontaubenschiessen (Para Trap). Es ist der erste grosse Exploit des ehemaligen Monoskibobfahrers, der seit drei Jahren als Tontaubenschütze aktiv ist.
Aufgrund des achten Qualifikations-Rangs in der Kategorie PT1 an den Weltmeisterschaften im südkoreanischen Changwon musste Murat Pelit jeweils als letzter der Gruppe schiessen. Den Druck meisterte er mit Bravour. Im Final etablierte er sich schnell in der Spitzengruppe und in der zweiten Runde übernahm er die Fühurung. Im dritten Umgang traf er alle fünf Scheiben und konnte sich von der internationalen Konkurrenz absetzen. Auch seine beiden stärksten Konkurrentem aus den Vereinigten Arabischen Emiraten liess er hinter sich.
Weltrekord für den Tessiner
Murat Pelit gelang nicht nur der Sieg, sondern mit 22 von möglichen 30 Scheiben auch noch ein neuer Weltrekord-Score. «Ich freue mich riesig über diese Medaille und dann noch mit einem Resultat, das ich nie für möglich gehalten hätte. Ich brauche etwas Zeit, um dies zu realisieren», freute sich ein den Tränen naher Murat Pelit nach seinem historischen Erfolg. Das Tontaubenschiessen sei dem Tessiner genauso wichtig wie der Skisport. Nach Beijing 2022 gab Pelit seinen Rücktritt als Monoskibobfahrer aus familiären Gründen. Seit drei Jahren hat der Familienvater im Tontaubenschiessen beine neue sportliche Leidenschaft gefunden.
Tontaubenschiessen ist eine Disziplin, die bisher nicht an Paralympics ausgetragen wird. In Südkorea waren die Wettbewerbe erstmals Teil der Weltmeisterschaften der Para-Sportschützen. Für die Schweiz ist es der erste Titel in dieser Sportart.


