4. August 2023

Die Zürcher Para-Cyclerin Flurina Rigling holt mit Gold in der Einzelverfolgung auf der Bahn die erste Schweizer Medaille an der Radsport-WM in Glasgow und verteidigt somit ihren Titel vom Vorjahr. Franziska Matile-Dörig holt kurz darauf bei ihrer WM-Premiere Silber im Scratchrennen.

Besser hätte der Start für das Schweizer Para-Cycling-Team in Glasgow nicht laufen können: Gleich am ersten Tag qualifizierte sich Flurina Rigling mit der zweitbesten Zeit, knapp eine Sekunde hinter der Britin Daphne Schrager, für den Final in der Einzelverfolgung. Im Final am Freitagabend lieferten sich die beiden Para-Cycler*innen ein enges Duell im Sir Chris Hoy Velodrom. Mit knapp vier Sekunden Vorsprung fuhr Rigling schliesslich als Erste über die Ziellinie. Souverän verteidigte die Weltmeisterin 2022 ihren Titel und holt damit die allererste Schweizer Goldmedaille an der kombinierten Radsport-WM in Glasgow.

«Es ist mega schön, dass ich die WM für die Schweiz so erfolgreich eröffnen konnte und ich hoffe der Anfang einer erfolgreichen WM für alle Schweizer*innen zu sein», meint Flurina Rigling. Nervös war sie vor ihrem ersten Final-Auftritt an diesem Grossevent nicht. «Ich habe gewusst, ich habe so hart trainiert und ich muss einfach meine Leistungen abrufen können und das konnte ich. Das macht mich extrem stolz», so Rigling.

Silber für Franziska Matile-Dörig bei WM-Premiere

Kaum hatte Rigling nach der Siegerehrung die Goldmedaille um den Hals hängen, begab sich ihre Teamkollegin Franziska Matile-Dörig auf die Schlussrunde im Scratchrennen. Die Appenzellerin kam im Fotofinish neben der Chinesin Xiaohui Li ins Ziel, welche schlussendlich den Weltmeistertitel für sich entschied. Der verpassten Goldmedaille trauert Franziska Matile-Dörig jedoch nicht hinterher.

«Ich war den ganzen Tag so nervös, da ich noch nie Scratchrennen gefahren bin, weil wir zu wenige Fahrer*innen in Grenchen sind. Ich bin deshalb überglücklich. Ich habe Silber gewonnen und nicht Gold verloren», berichtet Franziska Matile-Dörig nach ihrer WM-Premiere auf der Bahn. Sie habe vor diesem Rennen sehr viele Scratchvideos analysiert und sich so eine Taktik zurechtgelegt. «Ich habe versucht mich hinten zu halten, um möglichst wenig Kraft zu verlieren und dann trotzdem mitzugehen, wenn jemand vorausfährt», meint die 31-jährige Sportlerin. In der vorletzten Runde habe sie dann ihre Chance genutzt. So kam sie im Fotofinish nur knapp nach der chinesischen Weltmeisterin ins Ziel. Die Freude über die Silbermedaille ist riesig.

Fotos: Gabriel Monnet

 

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