11. August 2023

Nach dem Weltmeistertitel im Zeitfahren holt die Genferin Celine van Till die Silbermedaille im Strassenrennen. Im Schlusssprint muss sich die Gesamtweltcupsiegerin der Dänin Emma Lund geschlagen geben.

Zum Auftakt der Para-Cycling Strassenrennen in Dumfries gewinnt Celine van Till den Vize-Weltmeistertitel. Im Schlusssprint mit der Dänin Emma Lund verpasst sie ihr zweites WM-Gold nur knapp. «Es ist ein ganz kleines bisschen Wehmut dabei, weil es mein erster 2. Platz in dieser Saison ist, aber ich bin auch sehr glücklich über diese Medaille und über dieses fantastische Rennen. Wir haben uns gegenseitig gepusht» , berichtet die Para-Cyclerin. Es sei das abwechslungsreichste und anspruchsvollste Rennen ihrer Saison gewesen.

Celine van Till hatte während eines grossen Teils der Strecke über 31.2 Kilometer die Führung übernommen. «Im Schlusssprint hatte ich nicht mehr genug Kraft in den Beinen, aber ich habe alles gegeben», so van Till. Die Genferin ist sehr glücklich, die Silbermedaille im Strassenrennen neben der Goldmedaille im Zeitfahren von ihrer ersten Radsport-WM mit nach Hause zu nehmen.

Keine Schweizer Podestplätze im Handbike

Bei den Handbiker*innen klassierten sich Sandra Stöckli (WH4) und Benjamin Früh (MH1) auf Rang 7. Die Bronzemedaillengewinnerin von 2022 war gut gestartet. «Es hätte ein spannendes Rennen um den Bronzeplatz geben können», meint Sandra Stöckli, bevor sich am Ende der ersten Runde einige Fahrerinnen der H4-Kategorie in den Windschatten der H3 gehängt hatten, was die Schweizerin im Ziel ärgert. «Vom Reglement her darf man nur im Windschatten von denen fahren, die zusammen starten. Ich, mit meiner Schweizer Korrektheit, habe mich daran gehalten und bin nicht in den Windschatten der anderen Kategorie gefahren. Im Nachhinein ärgere ich mich natürlich, aber ich wollte einfach korrekt und fair fahren», so Stöckli. Sanktionen gab es für das unkorrekte Verhalten keine.

Der Freiburger Yves Schmied (MH2) erreichte bei seiner WM-Premiere im Strassenrennen sein Ziel der Top 10 und zieht ein positives Fazit: «Es war genial. Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung an der ersten WM, denn hier sind wirklich die Weltbesten am Start.» Der Routinier Heinz Frei fuhr im WM-Strassenrennen der Wettkampfklasse MH3 auf Rang 24.

In der Wettkampfklasse MH4 fuhr Fabian Recher als erster Schweizer auf Rang 8 ins Ziel. «Es war ein cooles Rennen. Ich bin gefühlt immer 50 km/h gefahren, es war sehr schnell», meint der Berner, zu dessen Stärke vor allem die Anstiege gehören. Der Luzerner Tobias Lötscher und der Zürcher Felix Frohofer klassierten sich im selben Rennen auf Rang 15 und Rang 17. Allgemein merkt man bei der diesjährigen WM, dass das Niveau im Para-Cycling im Vergleich zum Vorjahr wieder sehr gestiegen ist.

 

Foto: Gabriel Monnet

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