Milano Cortina 2026 DE 8. März 2026

Der Emmentaler fuhr im Snowboardcross auf Rang 3. Der 27-Jährige gab sich danach wie immer: natürlich und humorvoll.

Intelligent fahren, entspannt sein und geniessen – das hatte sich Aron Fahrni für die Finals im Snowboardcross vorgenommen. Ein konkretes Ziel nannte er bewusst nicht. Und dann kam der 27-Jährige Schritt für Schritt weiter, bis er im grossen Final stand und es dort mit drei chinesischen Konkurrenten zu tun bekam.

 

Fahrni hielt sich an seine eigenen Vorgaben, liess sich nicht aus der Ruhe bringen und sorgte mit einer konstanten Leistung für den nächsten Schweizer Jubel nach der Goldmedaille für Robin Cuche in der Abfahrt: Der Emmentaler überquerte die Ziellinie als Dritter. «Es ist extrem cool, so viele Emotionen bei anderen Leuten auslösen zu können», sagte er und meinte damit seine Familie, die vor Ort mitfieberte, aber auch Freunde und Bekannte. «Ausserdem bin ich erleichtert für die Leute im Staff, die eine hervorragende Arbeit geleistet haben.»

 

Fahrni strahlte und gab sich so wie immer: unverstellt, locker und doch sehr differenziert in seinen Aussagen. Zu sprechen kam er auch auf die gemischten Gefühle, die ihn am Samstag beschlichen hatten. Im Training und in der Qualifikation war er nicht wie gewünscht auf Touren gekommen. In seinen Worten: «Es gab ein grosses Fragezeichen, wieso ich so viel Zeit auf die Besten verloren hatte.»

 

Der Kurs war nach heftigen Stürzen in den ersten Tagen mehrfach angepasst worden und präsentierte sich schliesslich nicht so, wie Fahrni sich das vorgestellt hatte. Doch es gelang ihm, das auszublenden und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Das Wesentliche ist der Wettkampf – und den mag er. Ji Lijia, Zhu Yonggang und Wang Pengyao hiessen die Widersacher. «Ich fuhr gerne gegen sie, weil sie immer Vollgas geben und einander nichts schenken», so Fahrni.

 

Wang Pengyao liess er hinter sich und darf nun sein Palmarès um eine Bronzemedaille erweitern. Für Aron Fahrni wird der 8. März 2026 für immer in Erinnerung bleiben. Der Athlet zeigte sich dankbar dafür, dass er diesen Coup landen konnte: «Ich darf Snowboardprofi sein, habe einen privilegierten Beruf und bin stolz, die Schweiz hier vertreten zu dürfen.»

 

Biathlon: Luca Tavasci steigert sich

 

Luca Tavascis Premiere im Biathlon endete am Samstag mit Rang 17 im Sprint. 24 Stunden später stand der Engadiner erneut im Einsatz – und legte über 12,5 km eine Steigerung hin, die ihn auf Platz 15 brachte. «Ich habe eine gute Antwort auf den Samstag gegeben», sagte er.

 

Besonders mit der läuferischen Leistung zeigte er sich sehr zufrieden. Dass es insgesamt besser klappte, hatte auch mit dem Material zu tun: «Der Ski hat funktioniert.»

 

Tavasci gab seinen Paralympics-Einstand 2018 in Südkorea, fernab der Heimat. Vier Jahre später fanden die Spiele in Peking wegen Corona unter speziellen Bedingungen statt. Nun, in Tesero, genoss der 32-Jährige die Atmosphäre im Stadion: «Es war ein neues Gefühl und eine coole Geschichte. Jetzt bin ich bei den Paralympics richtig angekommen.»

 

Für ihn steht nun zu Beginn der neuen Woche ein Ruhetag an. «Ich lagere die Beine hoch und erhole mich gut», erklärte Tavasci. Danach stehen die Langlaufbewerbe an. Besonders gross ist die Vorfreude auf den Abschluss der Spiele am 15. März: «Der Wettkampf über 20 Kilometer ist mein Rennen.»

 

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