16. August 2020

Der Bergläufer Hugues Jeanrenaud ist am Montag nach 360 Kilometern durch alle vier Sprachregionen in Montreux über die Ziellinie gelaufen. Mit seiner Strecke von Graubünden bis ins Waadtland hat er für den Behindertensport Geld gesammelt. Die eingegangen 7'014 Franken unterstützen die Para-Sportler*innen auf dem Weg nach Tokyo 2020. Einige Para-Athlet*innen haben den Trailrunner auf der Strecke begleitet.

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Bis Ende August können Sie das Projekt mit einer Spende unterstützen.

Nach 360 Kilometern in den Bergen ist Hugues Jeanrenaud, Lehrer aus Yverdon-les-Bains, an der Montreux Riviera angekommen. Begleitet haben ihn auf den letzten Kilometern am Genfersee die Westschweizer Para-Leichtathletinnen Celine van Till und Sofia Gonzalez, sowie die Para-Cycler Tobias Fankhauser, Sandra Graf und Silke Pan. Der Baselbieter Tobias Fankhauser und die aktuelle Schweizermeisterin Sandra Graf sind in zwei Tagen mit dem Handbike von Baselland nach Montreux gefahren, um Hugues Jeanrenaud zu empfangen.

Eine Bergetappe mit Théo Gmür

Der Trailrunner ohne Behinderung hat in 12 Tagen die Schweizer Alpen von Ost nach West durch-quert. Begleitet hat ihn unter anderem auf der Etappe von Gstaad nach L’Étivaz der Walliser Skirennläufer Théo Gmür. Mit dem dreifachen Goldmedaillengewinner von Pyeongchang 2018 hat er die Sprachgrenze zwischen Bern und dem Waadtland überschritten. Die steile Bergetappe von 16 Kilometer und rund 1200 Höhenmetern haben die beiden Sportler in 4h19 gemeistert.

Berglauf statt Paralympics

„Schön ist die Solidarität zwischen den Sommer- und Winterathlet*innen im Para-Sport“, sagt die Generalsekretärin von Swiss Paralympic, Conchita Jäger beim Zieleinlauf in Montreux. „Wir möchten uns recht herzlich bei Hugues Jeanrenaud und den Spendern für das grossartige Projekt bedanken“. Im August wären viele Athlet*innen an die Paralympics nach Tokio gereist. Die paralympischen Spiele wurden, wie auch die olympischen Spiele, von 2020 auf 2021 verschoben.

Marcel Hug mit dem Rennrollstuhl in den Bergen

Für den Leichtathleten Marcel Hug war dies die Gelegenheit das erste Mal mit seinem Rennrollstuhl in den Bergen unterwegs zu sein. Gestartet ist Hugues Jeanrenaud am 6. August in Lumbrein (GR) mit Marcel Hug, sowie dem Bündner Langläufer Luca Tavasci, der Schwyzer Leichtathletin Elena Kratter und dem Glarner Rollstuhl-Badmintonspieler Marc Elmer. Sie haben ihn auf den ersten Kilometern nach Vrin (GR) begleitet. Von dort an waren sein Rucksack und seine selbstgebastelte Swiss Paralymic-Flagge seine einzigen steten Begleiter.

Jeanrenaud: „Einmal hätte ich fast aufgegeben“

„Beim Anstieg im Regen auf der Kleinen Scheidegg hätte ich fast aufgegeben, wenn ich alleine ge-wesen wäre. Meine Sehnen taten sehr weh. Doch ich wusste, dass ich ein Team hinter mir habe und ein Ziel vor mir. Wir haben die Strecke zusammen gemeistert“, erzählt Hugues Jeanrenaud.

Neben der persönlichen sportlichen Herausforderung ging es dem 43-Jährigen vor allem um die menschlichen Begegnungen und um die Unterstützung von Menschen mit Behinderungen. Die Reisekosten übernahm der Westschweizer selbst. Alle Spenden kommen den paralympischen Athlet*innen via Swiss Paralympic zu gute. « Priorität hat die Hilfe für die Top-Athlet*innen. Sie brauchen die Medien, Spender und Sponsoren », sagt Hugues Jeanrenaud.

Spenden für EM, WM und Wettkampfkleidung

Die eingegangenen Spenden fliessen in die Qualifikationen für die nächsten Paralympics. Sie wer-den für Europa- und Weltmeisterschaften, sowie für die Wettkampfkleidung der Leichtathleten in Tokyo 2020 verwendet.

 

Herzlichen Dank!

Swiss Paralympic bedankt sich recht herzlich bei Hugues Jeanrenaud, allen Spendern und Grossspendern.

Ein besonderer Dank gilt

       

Unter diesem Link finden Sie den Parcours.

Hier geht's zum Radiointerview auf RTS.

Lesen Sie hier den Artikel der Zeitung La Région.

Hugues Jeanrenaud

Hugues Jeanrenaud unterrichtet Menschen mit Behinderung in Yverdons-les-Bains und widmet seine Freizeit dem Sport, vor allem dem Ultra-Trail, sowie menschlichen Begegnungen. Der 43-Jährige hat bereits mehrere Spenderprojekte durch den Sport lanciert. Er ist Präsident des Vereins «Courir pour la vie», setzt sich für Menschen mit multipler Sklerose ein und ist Co-Organisator des Laufs L’Yverdon-Chasseron. Hugues Jeanrenaud nutzt vor allem die schönen Berglandschaften der Schweiz als Trainingsort.

 

 

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