20. Oktober 2025

Zum Abschluss der Bahn-WM siegt die Zürcher Para-Cyclerin im Ausscheidungsrennen. Der Waadtländer Laurent Garnier klassiert sich in der neuen WM-Disziplin auf Rang sieben. Für beide ist es die bisher erfolgreichste Bahn-WM.

Die Weltmeisterschaften im ehemaligen Olympia-Velodrom von Rio de Janeiro sind von Premieren und Bestleistungen geprägt. Neue Rennformate, das erste Regenbogentrikot im Scratch für Rigling, Gold im Sprint, Silber im Zeitfahren und zum Abschluss der Sieg im Ausscheidungsrennen. Mit vier Medaillen reist Flurina Rigling am Montag zurück nach Zürich. Doch nicht nur die Medaillenbilanz des kleinen Schweizer Teams lässt sich sehen. Neben den Podestplätzen zeigte Laurent Garnier beachtliche Leistungen. Mit Rang sechs im Scratch und Rang sieben im Ausscheidungsrennen feiert auch der Waadtländer Radsportler seinen bisher grössten WM-Erfolg.

Ausscheidungsrennen statt Einzelverfolgung

Die Spannung rund um die Ausscheidungsrennen am Sonntag war hoch. Flurina Rigling setzte sich im Sechserfeld ihrer Wettkampfklasse (WC2) erneut durch. Im Duell mit der Brasilianerin Sabrina Custódia da Silva fuhr die Zürcherin souverän zu ihrer dritten Goldmedaille. Die Ausdauerathletin hat in Rio gezeigt, wie man mit der richtigen Taktik das Bestmögliche in jeder Disziplin erreicht und wie man sich von neuen Rennformaten nicht verunsichern lässt. Das Ausscheidungsrennen hat die traditionelle Einzelverfolgung an dieser WM ersetzt, da das Rennformat für Zuschauer noch attraktiver sein soll.

Laurent Garnier fuhr in derselben Disziplin über mehrere Runden hinter dem französischen Weltmeister Gatien Le Rousseau. Als nur noch sieben von neunzehn Fahrern im Feld fuhren, überquerte der Waadtländer als Letzter die Ziellinie. Somit beendete er das Ausscheidungsrennen auf Rang sieben. In Garniers Wettkampfklasse gab es in allen Disziplinen ein grosses Starterfeld. Jede Top-10 Platzierung ist eine Top-Leistung für den Westschweizer, der taktische Rennen liebt.

Abschluss der Rennsaison

«Ich freue mich, dass wir so erfolgreich abschliessen und bin stolz auf das, was wir in den letzten zehn Jahren im Para-Cycling aufbauen konnten», meint der Nationalcoach Dany Hirs. «Wir haben ein riesiges Potenzial. Die Erfolge von Rio geben dem Nachwuchs viel Motivation. Wenn wir heimkommen, geht es mit Bahntraining weiter», so Hirs. Der Aargauer hat seit 2015 als Trainer des Para-Cycling-Teams viel mitaufgebaut. Nach seinen ersten Paralympics in Rio 2016 schliesst sich für Dany Hirs im Olympia-Velodrom ein Kreis.

Mit dem Abschluss der Bahn-WM in Rio endet auch die Rennsaison. Es ist eine Saison, in der das Schweizer Para-Cycling-Team, sowohl auf der Strasse als auch auf der Bahn, Geschichte geschrieben hat. Ganz nach dem Motto: Breaking barriers. Making history.

 

Bild: Scott Bugden

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