17. Januar 2023

Nach vier Weltcupsiegen von Robin Cuche und zwei Silbermedaillen von Théo Gmür in Veysonnaz vergangene Woche reist das Schweizer Para-Ski-Team am Dienstag mit grossen Ambitionen nach Spanien. In Espot wird vom 21. bis 29. Januar die Weltmeisterschaft ausgetragen. Zeitgleich findet in Östersund die Ski nordisch-WM statt.

Im Riesenslalom und Slalom auf der Piste de l’Ours in Veysonnaz kam vergangene Woche niemand an Robin Cuche vorbei. In vier Rennen holte er vier Siege. Nachdem der Neuenburger neu klassifiziert wurde und in dieser Saison in der Wettkampfklasse 9.1 mit etwas mehr Zeitbonus startet, stand er bei jedem Weltcup auf dem Podest. Nach der unglaublichen Erfolgsserie in Veysonnaz hat er im spanischen Espot auch das Edelmetall im Visier. «Das Ziel ist klar eine WM-Medaille zu holen», so Robin Cuche.

Podestplätze in allen Disziplinen im Visier

Der Schweizer Nationaltrainer Mauritz Trautner traut seinen Fahrern noch viel mehr zu. «Das Ziel wäre schon, dass wir bei jedem Rennen auf dem Podest landen. Mit Robin Cuche, Théo Gmür und Thomas Pfyl haben wir ein starkes Team am Start», meint der Nationalcoach. Es ist Mauritz Trautners erste WM als Cheftrainer. Bei den vergangenen zwei Weltmeisterschaften war er als Assistenztrainer des deutschen Teams dabei.

Auch Théo Gmür und Thomas Pfyl sind gut in die Wettkampfsaison gestartet. Théo Gmür holte in der vergangenen Woche zwei Mal Silber. Der Walliser war somit schneller als der dreifache Sieger von St. Moritz Arthur Bauchet, der in Peking Paralympics-Gold in der Abfahrt holte.

Anders erging es in Veysonnaz Thomas Pfyl. « Drei Ausfälle und ein 8. Platz, das entspricht nicht ganz meinen Vorstellungen. Neuer Ort, neues Glück », kommentiert er. Doch vom Schwyzer Routinier sei an der WM einiges zu erwarten. «Thomas Pfyl fehlen aufgrund seiner Verletzung einige Trainingstage, aber er ist jetzt bereit. Er hatte gute Läufe und kann darauf aufbauen», meint der Nationalcoach.

Letzte WM für Thomas Pfyl

Für Thomas Pfyl ist die WM in Spanien ein besonderes Event. Der Schwyzer tritt nach dieser Saison vom Spitzensport zurück. « Ich habe schon einige WMs erlebt und bin froh, wieder dabei zu sein, da es vor allem die Letzte sein wird», so Pfyl. Wenn am Wettkampftag alles zusammenpasst, rechnet sich der Doppel-Vizeweltmeister von 2019 vor allem in der Alpinen Kombi oder im Slalom gute Chancen aus.

Grünes Licht für die WM der Alpinen hat auch die FIS gegeben: «Trotz der ungewöhnlich warmen Temperaturen in weiten Teilen Europas in diesem Winter konnten die Organisatoren in Espot genügend Schnee für alle Wettbewerbe sichern, so dass die Weltmeisterschaften wie geplant stattfinden können.» Für diese Woche ist in Espot erst einmal Schneefall angesagt.

Die Snowboard-WM im spanischen La Molina hingegen wurde bereits vor einer Woche wegen der unsicheren Schneeverhältnisse auf März verschoben. Sie wird neu vom 8. bis 19. März ausgetragen.

Perfekter Saisonstart für Luca Tavasci

Parallel zur WM der Alpinen, findet im schwedischen Östersund die Langlauf-WM statt. An dieser WM nimmt der Engadiner Luca Tavasci teil. Der Schweizer wurde Mitte Dezember beim Weltcup im finnischen Vuokatti guter Sechster über 10 km klassisch. «So einen guten Saisonstart hatte ich noch nie. Ich wusste, dass ich alles geben musste, um die Selektion für die WM zu schaffen, aber dass ich gleich so gut starte, hat mich auch etwas überrascht», meint Luca Tavasci. In Vorbereitung auf den Saisonhöhepunkt hat er sein Arbeitspensum reduziert und das Trainingspensum nochmals erhöht. Luca Tavascis Ziel an der WM ist Konstanz zu zeigen und die guten Resultate vom Weltcup möglichst zu wiederholen.

 

Wettkampfkalender

DatumSki alpinSki nordisch
Sa 21. JanuarAbfahrt - 10h30
So 22. JanuarSuper-G - 10h30Klassisch 20km - 12h00
Di 24. JanuarAlpine Kombi - 10h30 / 13h30Sprint - 12h30
Do 26. JanuarRiesenslalom - 10h00 / 13h15
Sa 28. JanuarSlalom Männer - 10h00 / 13h1510km Freistil - 13h30
So 29. JanuarParallel-Slalom - 13h00

Auf Swiss Sport TV und der Webseite von Swiss Paralympic können Sie alle Rennen live mitverfolgen.

 

Foto: Marcus Hartmann

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