27. Mai 2022

An der Para-Cycling-EM in Österreich ist die Genferin Celine van Till im Zeitfahren Europameisterin geworden. Sie bestätigte damit ihre starke Form. Flurina Rigling gelang in der WC2-Kategorie die Silbermedaille.

«Ich bin bereits seit 15 Jahren im Leistungssport und heute habe ich meinen ersten
internationalen Titel geholt», sagt Celine van Till im Anschluss an das Rennen im
österreichischen Lochen am See. Sie sei überglücklich. Van Till hat bereits Karrieren
im Dressurreiten und in der Leichtathletik hinter sich – gesundheitliche Probleme
zwangen sie mehrmals zur Neuorientierung. Die Para-Cycling-Rennen bestreitet sie
auf einem Dreirad.

An der EM in Österreich konnte sich van Till gegen zwei deutsche Konkurrentinnen
durchsetzen, die auf Platz zwei und drei landeten. Nach kleineren
Startschwierigkeiten fand die Genferin gut ins Rennen und konnte besonders in den
Steigungen «richtig Gas geben». Celine van Till konnte mit der Goldmedaille an ihre
jüngsten Weltcup-Erfolge anschliessen: Im deutschen Elzach holte sie sogar zwei
Mal Gold. Ebenfalls Grund zu feiern hat Flurina Rigling. Die Athletin aus Hedingen (ZH) musste
sich im Kampf gegen die Uhr nur der deutschen Fahrerin Hausberger geschlagen
geben.

«Ich bin sehr zufrieden, weil ich meine Leistung und das richtige Pacing abrufen
konnte», sagt Rigling. Auch sie konnte zuletzt am Weltcup in Elzach glänzen, als sie
die Beste im Bergzeitfahren war und Silber im Strassenrennen gewann.
Eine starke Leistung zeigte auch Timothy Zemp, der in der MC4-Kategorie um nur 20
Sekunden die Medaillenränge verpasste.
Die Para-Cycling-EM zieht am Samstag an einen neuen Austragungsort: In Altenhof
und Gaspaltshofen steht das Strassenrennen der Cycling-, Tandem- und Dreirad-
Athlet*innen an.

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