4. Juni 2021

Bydgoszcz, 04.06.2021 – Gleich fünf Mal konnten Schweizer Para-Athlet*innen am Donnerstag über Edelmetall jubeln. Mit insgesamt 13 Medaillen liegt die Schweiz nun im Nationenvergleich auf Rang acht. Debrunner und Bösch fuhren Gold heraus.

Nach seinem Auftaktsilber über 400 Meter kann der Rollstuhl-Routinier Beat Bösch sich sogar noch steigern. Er gewinnt über 100 Meter Gold – dem 26-jährigen Fabian Blum gelingt dahinter mit Silber der grösste Erfolg seiner Karriere.
Die Zielzeit von 17.66 Sekunden bedeutet für Bösch zugleich Championship Record, also die beste jemals an einer Europameisterschaft gezeigte Leistung über die Strecke. Rund eine halbe Sekunde später geht Fabian Blum aus dem Kanton Luzern ins Ziel. Der seit einem Turnunfall in der Leichtathletik aktive Athlet gewinnt damit zum ersten Mal Silber an einem internationalen Wettkampf. An der EM 2018 in Berlin konnte er zum ersten Mal überhaupt einen Podestplatz erreichen – er wurde Dritter über 1500 Meter.

Der 49-Jährige Bösch knüpft mit der Goldmedaille an die starken Leistungen aus der Vergangenheit an. Zuletzt konnte er 2016 an einer EM Gold über 100 Meter gewinnen – an den Paralympics 2008 in Peking gelang ihm über die gleiche Strecke Silber. Für Beat Bösch ist das Turnier in Polen mit einer Gold- und einer Silbermedaille beendet.

Kratter auch im Weitsprung erfolgreich

Bei den Standing-Athlet*innen stand am Donnerstag zum ersten Mal Weitsprung auf dem Programm: Elena Kratter konnte sich dort die Silbermedaille sichern und zeigte eine persönliche Bestleistung. Die 24-Jährige musste sich nur der Italienerin Caironi geschlagen geben, die einen neuen Weltrekord aufstellte. Die Westschweizerin Sofia Gonzalez wurde Fünfte. Kratter hatte bereits zu Turnierbeginn über 100 Meter Silber gewonnen.
Bei den letzten Rennen des Tages konnte Rollstuhlathletin Catherine Debrunner beweisen, dass sie in bestechender Form ist: Als amtierende Weltmeisterin über 400 Meter kürte sie sich auch zur Europameisterin und erzielte einen neuen Championship Record. Neben Debrunner waren nur die beiden Türkinnen Dogangun und Acet an den Start gegangen.

Weitere Medaillen für Rollstuhlathletinnen

Dass Beharrlichkeit sich auszahlt, zeigte Alexandra Helbling. Die 27-Jährige hatte über 100 Meter die Medaillenränge noch knapp verpasst, schaffte aber über 400 Meter die Bronzemedaille. Sie hatte gegenüber der Britin Woods am Ende die Nase vorn.

Polen trägt zum ersten Mal eine Para-Leichtathletik-Europameisterschaft aus. Insgesamt 600 Athlet*innen aus 35 Ländern sind dort vertreten. Die Schweiz schickt zwölf Athlet*innen an das Turnier, welches unter strengen Corona-Bestimmungen stattfindet.
Mehr Informationen zum Anlass sind hier zu finden. Swiss Paralympic berichtet auf den Social Media Kanälen, über diesen Newsletter und auf der Homepage über die EM.

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