13. März 2018

Für das Rollstuhl-Curlingteam heisst es nach dem Sieg gegen Finnland (10:7) und der Niederlage gegen Korea (5:6) nun „verlieren verboten“.

Auf den ersten Blick scheint die Ausgangslage beinahe hoffnungslos: Mit vier Niederlagen und drei Siegen aus sieben von elf Partien liegt die Halbfinal-Qualifikation normalerweise ausser Reichweite. Doch weil sich die Teams wie erwartet gegenseitig unter Druck setzen und ausser China und Korea niemand „durch“ sein dürfte, besteht weiterhin Hoffnung für Trainer Stephan Pfister und seine Equipe.
Kommt dazu, dass mit dem Tabellenletzten  USA (schon ausgeschieden), Schweden (praktisch ausgeschieden), der Mannschaft NPA (Russland) und Deutschland machbare Gegner bevor stehen. Deutschland und NPA weisen lediglich einen Sieg mehr auf. Die Direktduelle gewinnen und jubeln.
Den Match gegen Finnland dominierten die Schweizer von Beginn weg, liessen die unberechenbaren Finnen jedoch nochmals herankommen. Der (programmgemässe) 10:7-Erfolg stand unter dem Strich nie ernsthaft in Gefahr. Pflicht erfüllt, die Kür sollte am Abend im Hexenkessel gegen Korea folgen.
Spannender hätte der Match kaum enden können. Der koreanische Skip konnte mit dem letzten Stein ebenso für ein 9:4 wie 6:6 sorgen. Die Schweizer stahlen den Gastgebern einen Stein, verloren allerdings 5:6. Im sechsten Ende zog Korea von 3:3 auf 3:6 davon, sorgte für eine Vorentscheidung. „Wir hatten im siebten End die Möglichkeit zu kontern, statt einen zwei Steine zu schreiben. Dies ist nicht gelungen“, analysierte Stephan Pfister und betonte, vier Siege seien nun gefordert.
Nach dem Match gegen Korea gings für das Swiss Team schnurstracks zurück. Massage war angesagt und dann ab ins Körbchen. Um sechs Uhr morgens geht’s wieder weiter. Psyche und Physis sind ab sofort noch mehr gefordert. Auf diesen Moment haben sich Stephan Pfister und seine Spieler monatelang vorbereitet, waren sich immer bewusst, dass er irgendwann kommen würde. Nun ist er da. Jeder Stein kann über Top 4-Spiele oder Zuschauerrolle entscheiden. Es wird noch spannender.
Resultate
Pyeongchang (KOR). Paralympics. Super Kombination (Super G/Slalom). Männer. Stehend: 1. Alexei Bugaew (NPA) 2:10,56. 2. Arthur Bauchet (FRA) 2:10,88. 3. Adam Hall (NZL) 2:15,32. - Ferner: 7. Thomas Pfyl (Schwyz) 2:17,78. - Robin Cuche (Saules) und Théo Gmür im Super G ausgeschieden, Michael Brügger (Plasselb) im Slalom.
Sitzend: 1. Jeroen Kampschreur (NED) 2:11,59. 2. Frederic Francois (FRA) 2:12,91. 3. Jesper Pedersen (NOR) 2:13,74. - Ferner: 10. Christoph Kunz (SUI/Reichenbach) 2:22,14. - Murat Pelit im Super G ausgeschieden. - 14 klassiert.
Frauen. Sitzend: 1. Anna-Lena Forster (GER) 2:27,59. 2. Anna Schaffelhuber (GER) 2:30,11. 3. Momoka Muraoka (JPN) 2:30,25. - Stephan Victor (SUI/Park City) im Slalom ausgeschieden. - 4 klassiert.
Curling. Round Robin. Schweiz : Finnland 10:7. Korea : Schweiz - 6:5. - Rangliste (alle 7 Spiele): 1. China 6 Siege. 2. Korea 6. 3. Kanada 5. 4. Grossbritannien, Deutschland, NPA 4. 7. Norwegen, Schweiz, Slowakei 3. 10. Schweden 2. 11. Finnland, USA 1. - Schweiz: Felix Wagner (Skip), Claudia Hüttenmoser, Beatrix Blauel, Marcel Bodenmann.

19.01.2022

Théo Gmür: Eine Medaille, die vom Himmel kommt

Im Riesenslalom gewinnt Théo Gmür seine zweite Medaille an der Para-Snowsports-WM in Lillehammer. Mit einem beherzten Auftritt im zweiten Lauf kann der Walliser das Glück des Moments nutzen.
Weiterlesen
19.01.2022

Die Rennen der Schweizer an der WM in Lillehammer live mitverfolgen

Die World Para Snow Sports Championships in Lillehammer werden live vom norwegischen Fernsehen übertragen. Unter den folgenden Links, sowie auf der Facebook-Seite von Swiss Paralympic können Sie die Rennen der Schweizer Athlet*innen live mitverfolgen.
Weiterlesen
18.01.2022

Langläufer Luca Tavasci wird bei Premiere in Lillehammer 12.

Bei seinem ersten Auftritt an der Para Snowsports-WM in Lillehammer belegt Luca Tavasci über 20 km Skating Rang 12. Nach seiner verspäteten Anreise wegen Corona-Isolation ist der Engadiner mit seinem Rennen zufrieden.
Weiterlesen