1. Februar 2019

Die World Para Alpine Skiing World Championships vom 21. – 31. Januar 2019 in Kranjska Gora und Sella Nevea waren für die Schweiz ein voller Erfolg. Mit zwei Goldmedaillen und drei Silbermedaillen ist der Nationaltrainer Grégory Chambaz zufrieden. Gmür und Pfyl hiessen die Medaillengewinner.

Théo Gmür gewann bereits am ersten Wettkampftag Silber im Riesenslalom von Kranjska Gora, wo die technischen Disziplinen ausgetragen wurden. Zwei Tage später holte Thomas Pfyl das zweite Silber für die Schweiz im Slalom. Für die Speed Disziplinen hiess es dann über die Grenze nach Italien zu reisen. In Sella Nevea hätte Dienstag die Abfahrt stattfinden sollen, doch auf Grund von Wetterumschlägen mit Wind und Schnee kam es zu Verschiebungen. Mittwoch wurde dann das Abfahrtstraining mit anschliessendem -rennen durchgeführt. Théo Gmür raste an diesem Tag zu seinem ersten WM Gold seiner Karriere. Das Feuer des Wallisers war spätestens dann entfacht, denn tags darauf fuhr er erneut zu Gold im Super G. Dieser Super G zählte zur Wertung der Super Kombination, für welche am gleichen Nachmittag noch ein Slalom stattfand. Dort gelang Thomas Pfyl die Aufholjagd zu seiner zweiten Silber Medaille.
Théo Gmür
Abfahrts- und Super G Weltmeister, sowie Vizeweltmeister im Riesenslalom. Dies sind die neuen Titel, mit welchen sich der Walliser, nach seinem dreifachen Paralympics Sieg von PyeongChang 2018, neu schmücken kann. Der junge Senkrechtstarter hat allen bewiesen, dass er keine Eintagsfliege ist, sondern nun schon seit zwei Jahren zur Weltelite des Parasports gehört und zum Aushängeschild des Schweizer Parasports geworden ist.
Thomas Pfyl
Der Schwyzer stand 2004 dreimal auf dem WM Podest in Wildschönau. An den Paralympics in Turin 2006 gewann er Silber und Bronze. Vierzehn Jahre nach seiner ersten Medaille an einem Grossanlass schlägt er 2018 wieder zu und wird Vizeweltmeister im Slalom und in der Super Kombination. Der Allrounder mit Hemiparese mischt seit Jahren immer wieder an der Weltspitze mit.
Christoph Kunz
Der Super G Weltmeister von Tarvisio, konnte seinen Titel von 2017 leider nicht verteidigen. Dafür gelang dem Schweizer Monobobfahrer im Riesenslalom ein sehr guter fünfter Rang, an einem Rennhang, welcher ihm eigentlich nicht so ganz liegt. Im Super G fand er sehr weiche Pistenverhältnisse vor, was von den Monobobfahrern alles abverlangt und zu einigen Stürzen führte. Der Berner war nicht bereit, das Risiko eines Sturzes einzugehen, was er hätte machen müssen, um in die Medaillenränge fahren zu können.
Murat Pelit
Im Riesenslalom von Kranjska Gora schaffte Pelit im ersten Lauf einen Exploit und landete auf Rang acht. Im zweiten Durchgang fädelte er mit der Hand im Tor ein und stürzte. In Sella Nevea bei den Speed Rennen erreichte der Tessiner mit dem achten Rang im Super G sein persönliches Bestergebnis an einem Grossanlass. Auf den Start in der Abfahrt verzichtete der Monobobfahrer, nachdem einige der Athleten vor ihm zu Fall kamen.
Robin Cuche
Das Neuenburger Kraftpaket scheiterte an dieser WM an seinen persönlichen Erwartungen. Immer wieder liess er in einigen Rennabschnitten sein Können aufblitzen, schaffte es aber nie ohne Fehler ins Ziel zu kommen. Im Slalom beendete er als Siebter das Rennen. In der Abfahrt wurde er Neunter, im Super G Sechster. Dem Super Kombinations Vizeweltmeister von 2017, gelang es wie Kunz nicht, den Titel in Sella Nevea zu verteidigen. Cuche fuhr den Super G zu verhalten, was ihm in der Kombinationswertung nach dem Slalom das Podest kostete. Er wurde Vierter.
Elena Kratter
Die Debütantin dieser WM hatte das Glück nicht auf ihrer Seite. Die Vorderthalerin, welcher nach der Geburt der rechten Unterschenkel amputiert werden musste, fuhr im Riesenslalom von Kranjska Gora auf Rang sechs von neun. Im Slalom verpasste Sie im ersten Lauf ein Tor, stieg zurück und konnte dadurch den zweiten Lauf bestreiten. Kratter stürzte dann jedoch unglücklich kurz vor der Ziellinie, nachdem sie eine gute Fahrt absolviert hatte und wurde Zehnte. Im Super G von Sella Nevea stürzte die Schwyzerin.
Bigna Schmidt
Die Wirtschaftsstudentin griff erst beim Super G in das WM Renngeschehen ein, da sie bis dahin noch Examen absolvieren musste. Die schwierigen Pistenverhältnisse und das fehlende Renntraining machten ihr zu schaffen. Sie beendete den Super G als Fünfte von fünf Fahrerinnen, die das Ziel erreicht haben. Auch im Slalom der Super Kombination gelang ihr kein Exploit. Sie wurde Vierte.

Der Delegationsleiter und Nationaltrainer sind zufrieden

«Wir sind mit der Anzahl der Medaillen sehr zufrieden. Zudem haben Athleten wie Kunz und Cuche das Podest teilweise nur knapp verpasst. Das zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind, aber auch woran wir noch arbeiten können.», so Matthias Schlüssel. Die Delegation an der Weltmeisterschaft bestand aus fünf Athleten und zwei Athletinnen, sowie Acht Betreuer.
Medaillen:
Gold - Théo Gmür - Abfahrt
Gold - Théo Gmür - Super G
Silber - Théo Gmür - Riesenslalom
Silber - Thomas Pfyl - Slalom
Silber - Thomas Pfyl - Super Kombination
 
Fotos: Urs Sigg. Sponsor: Kolpa und Syba

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