25. August 2018

Die doppelt unterschenkelamputierte Sprinterin Abassia Rahmani (Winterthur) gewinnt an der Para Leichtathletik-EM in Berlin über 200 m ihren ersten Titel. Alexandra Helbling (Nottwil) sichert sich mit Bronze über 100 m ihre vierte Medaille, Beat Bösch (Nottwil) auf 400 m seine zweite. Vor dem letzten Wettkampftag liegt die Schweiz bei 18 Medaillen (6/3/9).

Bis kurz vor dem Start liess Abassia Rahmani offen, ob sie wegen einer Adduktoren-Verhärten an den Start gehen soll. „Entscheidend war, dass ich Gold gewinnen konnte und wollte“, begründete sie ihren „Ja, ich will“-Entscheid. „Das Rennen war zwar schlecht, aber ich habe seit den Paralympics 2016 auf diese Medaille gewartet. Deshalb freue ich mich riesig, dass es trotz Schmerzen geklappt hat.“
Nicht glücklich war die Winterthurerin über das Mini-Teilnehmerfeld. Neben ihr ging einzig eine – von der Papierform her schnellere – Spanierin an den Start. „Ich wünschte mir mehr Konkurrenz. So lief alles auf einen Zweikampf hinaus.“ Bis 2017 sprinteten die Frauen mit einer und zwei Prothesen in der gleichen Kategorie, nun sind sie über 200 m in zwei Felder aufgeteilt.  

Zufriedener Bösch
Bis 300 m versuchte der 100 m-Zweite Beat Bösch (Nottwil) über 400 m an das Führungsduo heranzukommen. „Doch ich musste erkennen, dass es nicht reicht. Also habe ich mich uf die Absicherung von Position drei konzentriert. Zwischen Rang eins und vier war alles möglich, mit Platz drei darf ich zufrieden sein“, sagte der Routinier. Sein jugendlicher Teamkollege Fabian Blum (Pfaffnau) verspürte die Anstrengungen des 1500 m-Rennens (3.) und wurde Siebter.
Für die zweite bronzene Auszeichnung sorgte am zweitletzten Wettkampf Tag Dauer-Starterin Alexandra Helbling (Nottwil). Nach einmal Gold (400 m), zweimal Silber (1500 m/200 m) sicherte sie sich vor dem sonntäglichen 800 m-Rennen Bronze. Den Abstand nach vorne hätte sie gerne kleiner gehalten, doch für einmal zählte einzig die Medaille.
Resultate:
Berlin. Para-Leichtathletik. EM. Männer. Rollstuhl. 400 m. T52: 1. Kestutis Skucas (LTU) 1:08,38. 2. Mario Trindade (POR) 1:08,45. 3. Beat Bösch (SUI/Nottwil) 1:09,54.  – Ferner: 7. Fabian Blum (SUI/Pfaffnau) 1:22,81.
Frauen. Rollstuhl. 100 m. T54: 1. Amanda Kotaja (FIN) 17,08. 2. Zubeyde Supurgeci (TUR) 17,16. 3. Alexandra Helbling (SUI/Nottwil) 17,89.
Stehend. 200 m. T62: 1. Abassia Rahmani (SUI/Winterthur) 29,32. 2. Sara Andres Barrio (SPA) 29,83.
Text: Urs Huwyler/Swiss Paralympic
Foto: Daniel Streit/Swiss Paralympic

19.07.2021

Motivation Monday mit Nicole Geiger - wenn sich Ross und Reiterin auf die Paralympics vorbereiten

Weiterlesen
14.07.2021

Bärenstark für die Athlet*innen

Seit Juli 2021 begleitet der Para-Bear die Schweizer Behindertensportler*innen auf ihrem Weg an Paralympics, Europa- und Weltmeisterschaften. Sein Ziel ist ambitioniert. Er macht sich auf die Suche nach Supporter*innen, welche den Behindertenspitzensport in der Schweiz finanziell unterstützen möchten. Ob grosse oder kleine Beiträge, jeder Rappen zählt.
Weiterlesen
12.07.2021

"Die Paralympics sind ein Riesentraum für mich."

Beinahe fünf Jahre haben sie daraufhin gearbeitet, und nun ist es Gewissheit: Nora Meister und Marcel Hug sind zwei von insgesamt 20 Athlet*innen, die die Schweiz an den Paralympics in Tokio vertreten werden.
Weiterlesen