20. August 2018

Weltrekordhalterin Manuela Schär (Kriens) und Europarekordhalter Marcel Hug (Nottwil) wurden am ersten Tag der Para-Leichtathletik EM in Berlin ihrer Favoritenrolle gerecht und gewannen souverän Gold über 5000 m.

Schär und Hug, die beide ihre 5000 m-Rekorde in diesem Jahr aufgestellt hatten, wiederholten damit ihren Doppelsieg von 2014. Vor zwei Jahren hatten sie im Hinblick auf die Paralympics in Rio auf die Titelverteidigung verzichtet, nun dominierte das Schweizer Weltklasse-Duo über die Langdistanz wieder nach Belieben. „Einen Titel zu gewinnen ist immer schön, auch wenn die Starterfelder hier klein sind und es dadurch etwas an der Konkurrenz fehlt“, tönte es bei den Europameistern, die sich nach dem „Zwischenziel EM“ auf die City-Marathons konzentrieren werden.
Manuela Schär überrundete im Jahn-Sportpark Berlin das gesamte Feld mit den Schweizerinnen Alexandra Helbling (Nottwil/4.) und Patricia Keller (Büron/5.), die aus der Vierer-Verfolgergruppe als Verliererinnen hervor gingen. Helbling hatte in der letzten Runde auf der Aussenbahn den Spurt angezogen. „Es war“, so die aus der Ostschweiz ins
Luzernische umgezogene Allrounderin, „erst mein zweiter 5000er. Ich musste etwas versuchen“, fasste sie das am Ende für sie enttäuschend verlaufende Rennen zusammen.
„Silver Bullet“ Marcel Hug geriet im Vierer-Feld nie in Gefahr, sich mit Silber oder Bronze zufrieden geben zu müssen. Der amtierende 5000 m-Weltmeister gewann den Spurt überlegen vor dem Deutschen Alhassane Balde, ohne an die Leistungsgrenzen gehen zu müssen. In der zweitletzten Runde verschärfte Hug das Tempo und der Franzose Casoli fiel aus der Dreier-Spitzengruppe zurück. Balde vermochte den Kontakt (noch) zu halten, blieb
auf den letzten 100 m jedoch chancenlos.
 
Rahmani Vierte
„Es wäre mehr möglich gewesen“, analysierte die doppelt unterschenkelamputierte Sprinterin Abassia Rahmani (Winterthur) nach ihrem 100 m-Final. 2016 hatten 14,78 zu Rang drei gereicht, diesmal 13,90 zum vierten
Platz. Die 27 Hundertstel Rückstand auf den Bronzeplatz hatte sich Rahmani am Start eingehandelt. Für die Aufholjagd waren 100 m schliesslich zu kurz. „Ich habe auf den Startschuss gewartet und blieb einen Moment sitzen. Es war mein schlechtester Start in dieser Saison. Da gibt es nichts schön zu reden“, fügte sie selbstkritisch an.
 
Resultate:
Berlin. Para-Leichtathletik. EM. Männer. Rollstuhl. 5000 m. T54: 1. Marcel Hug (SUI/Nottwil) 11:44,92. 2. Alhassane Balde (GER) 11:45,50. 3. Julien Casoli (FRA) 11:59,34.
Frauen. Rollstuhl. 5000 m. T54: 1. Manuela Schär (SUI/Kriens) 12:24,47. 2. Margriet van den Broek (NED) 13:21,36. 3. Gunilla Wallengren (SWE) 13:21,88. 4. Alexandra Helbling (SUI/Nottwil) 13:23,71. 5. Patricia Eachus-Keller (SUI/Büron) 13:26,52.
100 m. T62: 1. Marlene van Gansewinkel (NED) 12,85 (WR). 2. Irmgard Bensusan (GER) 13,09. 3. Laura Sugar (GBR) 13.63. 4. Abassia Rahmani (SUI/Winterthur) 13,90.

19.07.2021

Motivation Monday mit Nicole Geiger - wenn sich Ross und Reiterin auf die Paralympics vorbereiten

Weiterlesen
14.07.2021

Bärenstark für die Athlet*innen

Seit Juli 2021 begleitet der Para-Bear die Schweizer Behindertensportler*innen auf ihrem Weg an Paralympics, Europa- und Weltmeisterschaften. Sein Ziel ist ambitioniert. Er macht sich auf die Suche nach Supporter*innen, welche den Behindertenspitzensport in der Schweiz finanziell unterstützen möchten. Ob grosse oder kleine Beiträge, jeder Rappen zählt.
Weiterlesen
12.07.2021

"Die Paralympics sind ein Riesentraum für mich."

Beinahe fünf Jahre haben sie daraufhin gearbeitet, und nun ist es Gewissheit: Nora Meister und Marcel Hug sind zwei von insgesamt 20 Athlet*innen, die die Schweiz an den Paralympics in Tokio vertreten werden.
Weiterlesen