Schnell, schneller, Flurina: Sieg und Weltrekord zum WM-Auftakt

Flurina Rigling startet mit Gold und einem Weltrekord in die Para-Cycling-Bahn-WM in Apeldoorn. Mit dem ersten Regenbogentrikot im Bahn-Zeitfahren schliesst die Zürcherin eine Lücke in ihrem Palmarès.
Im Final über einen Kilometer der Kategorie C2 war Flurina Rigling eine Klasse für sich. In 1:17,22 Minuten distanzierte sie die zweitplatzierte Irin Heather Jameson um über drei Sekunden. Bronze ging an die bisherige Weltmeisterin Sabrina Custódia da Silva aus Brasilien, die über vier Sekunden auf die Schweizerin einbüsste.
Nach der ersten Runde lag Rigling knapp zwei Sekunden hinter der führenden Jameson. Mit den schnellsten Zeiten auf allen drei folgenden Runden übernahm sie nach 750 Metern die Führung und baute ihren Vorsprung bis ins Ziel auf über drei Sekunden aus.
«Im dachte nicht, dass ich einen Weltrekord und Titel gerade im Zeitfahren holen könnte. Ich bin stolz, dies mit meinem Team erreicht zu haben», sagt Flurina Rigling nach der Siegerehrung.
Neue Weltrekordzeit
Bereits in der Qualifikation hatte Rigling mit einem Weltrekord ein Ausrufezeichen gesetzt. In 1:16,75 Minuten unterbot sie die bisherige Bestmarke von Custódia da Silva um mehr als drei Sekunden. Diese Zeit blieb im Final unangetastet.
Vor einem Jahr in Rio de Janeiro hatte Rigling im Kilometer-Zeitfahren Silber gewonnen. In Apeldoorn ist es die einzige ihrer vier Disziplinen, in der sie nicht als Titelverteidigerin antritt. Im Sprint, im Scratch- und im Ausscheidungsrennen hatte sie sich 2025 jeweils Gold gesichert. Nun darf sie erstmals auch im Bahn-Zeitfahren das Regenbogentrikot überziehen.
Top 10 bei WM-Premiere für Quirin Lutz
Auch Quirin Lutz gelang ein erfolgreicher WM-Auftakt. Bei seiner ersten Bahn-WM zeigte der Aargauer im Scratchrennen über zehn Kilometer ein engagiertes Rennen. Er ging bei mehreren Attacken mit und sicherte sich im Schlusssprint Rang neun.
Am Freitag starten Quirin Lutz und Laurent Garnier im Sprint. Für Flurina Rigling steht am Abend das Scratchrennen auf dem Programm. Die Finalrennen ab 18 Uhr können im Livestream mitverfolgt werden.
Bild: Jean-Baptiste Benavent


