31. August 2026

Nach dem grossen europäischen Erfolg in Varese setzte Claire Ghiringhelli noch einen drauf und ruderte an den World Rowing Championships in Amsterdam mit einer Spitzenzeit auf Weltrang Nummer drei. Es ist die erste Schweizer WM-Medaille im Para-Rudern.

Die haushohe Favoritin dieses Rennens war die Ukrainerin Anna Sheremet. Nach ihrem Europameistertitel vor vier Wochen und einem deutlichen Sieg im Vorlauf setzte sie sich auch im Final gleich zu Beginn vom Feld ab. Dahinter folgte die WM-Debütantin aus Belgien, die wiederum Wasser zwischen sich und das Duo Claire Ghiringhelli (Società Canottieri Locarno) und der Niederländerin Eva Mol legen konnte. Lange ruderten Vandeveyver, Mol, Ghiringhelli und auch Dos Santos aus Brasilien Kopf an Kopf. Nach der ersten Hälfte des Rennens konnte sich die Belgierin dann von Mol und Ghiringhelli absetzen.

Spannendes Rennen um Platz drei
Die Schweizerin und die Niederländerin lieferten sich ein spannendes Rennen um den dritten Podestplatz. Vor wenigen Wochen an den Europameisterschaften musste sich die Tessinerin im Direktvergleich noch geschlagen geben. Doch in den Niederlanden, trotz Heimvorteil für Mol, sollte es anders kommen. Die Taktik, sich am Start nur knapp vor die Niederländerin zu setzen, sollte sich für Ghiringhelli auszahlen. Über die gesamte Strecke verteidigte sie den Vorsprung von rund einem Meter und konnte kurz vor dem Ziel dann sogar noch zulegen.

Historisches Resultat

Lautstark angefeuert von den Schweizer Fans an der Bosbaan vergrösserte sie den Abstand auf die Niederländerin mit den letzten Zügen auf schliesslich sechs Sekunden und ruderte an den World Rowing Championships in Amsterdam auf den historischen dritten Rang. Mit ihrem Schlusssprint lag sie im Ziel dann sogar zwei Bootslängen vor der viertplatzierten Niederländerin.

Traumsaison der Schweizerin

Mit dem dritten Platz in Amsterdam und der weltweit drittschnellsten Zeit im Women's Single Scull setzt Claire Ghiringhelli ihren internationalen Steigerungslauf fort. Bereits in Varese an den Europameisterschaften überzeugte die Franco-Tessinerin mit einer Bronzemedaille, wobei sie Silber noch an ihre Konkurrentin aus den Niederlanden abtreten musste. In Amsterdam bestätigte Ghiringhelli mit einer Zeit unter 10:40 Minuten und der zweiten internationalen Bronzemedaille dieses Jahr ihre absolute Spitzenleistung in dieser Saison.

Bild & Text: Swiss Rowing

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