Luca Tavasci zum Abschluss auf Rang 17

Der Langläufer war mit seinem Auftritt über 20 km zufrieden. Am Montag reist er nach Hause – am Dienstag kehrt er als Ingenieur in den Arbeitsalltag zurück.
Noch einmal die Kräfte bündeln, noch einmal alles investieren – und die Paralympics mit einer Klassierung in den Top 10 abschliessen: Mit dieser Einstellung startete Langläufer Luca Tavasci ins Rennen über 20 km. Der Bündner hat ein bemerkenswertes Pensum hinter sich. Drei Biathlon-Wettkämpfe hatte er bestritten und dabei die Ränge 15, 16 sowie 17 belegt, dazu kam ein 26. Platz im Langlaufsprint.
Bei schwierigen Bedingungen mit Regen in Tesero landete der 32-jährige Bündner am letzten Wettkampftag in 48:22,8 Minuten auf Rang 17. «Unterwegs hatte ich ein gutes Gefühl und sehr gutes Material», sagte er hinterher. «Ich versuchte, mich vom Wetter nicht beeindrucken zu lassen und glaube, dass mir das gelungen ist. Die Distanz hätte gerne noch etwas länger sein dürfen.»
Sein letzter Auftritt war für ihn – zusammen mit dem Biathlon-Bewerb über 12,5 km – der beste in Tesero. «Ich konnte mein Tempo durchziehen. Jetzt bin ich zwar ausgepumpt, aber alles in allem ging der Plan auf», erklärte er. Und: «Wir haben alles probiert und getan, was wir tun konnten.» Mit «wir» meinte er das Team, das hinter ihm steht. Stefan Weiss attestierte seinem Athleten eine gute Leistung: «Luca hat sich sehr gut verkauft. Er hat den einen oder anderen Konkurrenten hinter sich gelassen. Wir verlassen Tesero mit einem lachenden Auge.»
Am Montag nun reist Tavasci zurück ins Engadin, am Tag darauf nimmt er in einem Ingenieurbüro in St. Moritz die Arbeit wieder auf. Drei Monate hatte er unbezahlten Urlaub bezogen, um sich optimal auf die Paralympics vorbereiten zu können. Nun rückt der Beruf als Ingenieur wieder in den Vordergrund.


