Milano Cortina 2026 DE 9. März 2026

Drei Tage, drei Medaillen. Die Schweizer Delegation ist nicht nur furios in die Paralympics gestartet, sondern hat am Montagmittag bereits das vor den Spielen festgelegte Medaillenziel erreicht.

Gold von Robin Cuche in der Abfahrt und im Super-G, Bronze von Aron Fahrni im Snowboardcross: Die Schweizer Erfolgsmeldungen der ersten Tage an den Paralympics bringen Delegationsleiter Tom Reulein zum Strahlen. "Das ist überhaupt nicht selbstverständlich. Die Leistung von Robin kann man gar nicht hoch genug werten", so Reulein nach dem doppelten Triumph des Skifahrers. "Was er für ein Mindset hat, wie er stets die schnellste Linie sucht - das ist grandios."

 

Auch Cuche zeigte sich im Ziel glücklich, dass er zwei der drei erhofften Medaillen für die Schweiz gewinnen konnte. "Es fühlt sich sehr gut an. Wir sind in der Medaillentabelle noch immer vor Frankreich. Das tut sehr gut", sagte er lachend.

 

Starkes Team ist das Ass im Ärmel

 

Weniger als 72 Stunden nach der Eröffnungsfeier sind also bereits drei Schweizer Medaillen Tatsache. Das hat der Delegationsleiter vor den Spielen nicht erwartet. "So überlegen wir gar nicht. Wir denken von Tag zu Tag. Aber soweit ist es perfekt", sagte Reulein.

 

Wieso die Schweizer Delegation bis jetzt so gut abliefert, hat zwei Hauptgründe. "Sowohl im Skiteam, im Snowboardteam, aber auch bei Biathlon und Langlauf haben wir einfach ein eingespieltes Team."

Alle seien effizient aufgestellt, die Abläufe liefen rund - das sei die Basis für den Erfolg.

 

Und: Die Athleten, von denen viel erwartet wurde, zerbrachen nicht am Druck, sondern lieferten ab. Denn Reulein bezeichnete Fahrni und Cuche schon vor der Abreise als die grossen Schweizer Medaillenhoffnungen. "Unter Druck entstehen ja bekanntlich Diamanten", meinte Reulein nun lachend. "Die, die geliefert haben, können mit diesem Druck einfach sehr gut umgehen."

 

Weitere Chancen folgen

 

Für die beiden Medaillengewinner und die weiteren sieben Schweizer Athleten stehen in Italien noch sechs Wettkampftage an, ehe die Paralympics mit der Schlussfeier am Sonntagabend in Cortina ein Ende finden. Das Medaillenziel für die verbleibenden Tage  nach oben schrauben will Reulein nicht. "Alles, was jetzt kommt, ist Zugabe."

 

Aber: Im Team merkt man, dass die Athleten nun mehr wollen. "Die Delegation ist in einem Flow, es klappt einfach. Im Vorfeld habe ich bereits gesagt, dass - wenn wir es schaffen, in einen solchen Flow zu kommen - auch mehr als drei Medaillen möglich sind. Das würde ich immer noch so sagen."

v.l.n.r im Rahmen des «Swiss Olympic Coach Award 2026» am Dienstag, 27. Oktober 2026 in der Sport-Toto-Halle, Magglingen. Swiss Olympic/KEYSTONE/Dominic Bruegger
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