Milano Cortina 2026 DE 7. März 2026

Für Robin Cuche zählte nur Gold in der Abfahrt an den Paralympics. Der 27-Jährige erfüllt sich seinen Traum und kann die Tränen nicht zurückhalten.

Als Robin Cuche um 15.30 Uhr auf das Podest im Zielraum von Cortina stieg, übermannten ihn die Emotionen. Hatte er Minuten zuvor noch gefasst gewirkt, weinte er nun Freudentränen. Mehrmals wischte sich der Skifahrer durchs Gesicht, schien sein Glück kaum fassen zu können. An seinen vierten Winterspielen sicherte sich der Neuenburger endlich die erste Medaille - und erst noch die goldene.

"Ich wollte nur Gold"

Im Vorfeld hatte sich der Speedspezialist der in der Klasse Stehend startet ordentlich unter Druck gesetzt. "Ziel ist ein Podestplatz", betonte er mehrmals. Mit der Goldmedaille um den Hals und Tränen in den Augen sagte er dann aber: "Ich habe immer gesagt, dass ich eine Medaille will. Das war nicht ganz richtig: Ich wollte nur Gold. Mit Silber wäre ich wohl ziemlich enttäuscht gewesen."

Und das, obwohl auch Silber oder Bronze die erste paralympische Medaille des 27-Jährigen gewesen wären. Doch seine Saison verlief bisher jetzt hervorragend. "Ich habe die kleine Kristallkugel und jetzt Gold an den Paralympics. Das war der Plan zu Beginn der Saison", so Cuche, der versuchte, seine Emotionen unter Kontrolle zu halten: "Ich habe heute schon ein paar Mal geweint, und ich werde sicher noch einige Male weinen."

Feiern mit der Familie

Wenig später feierte Cuche mit seinem Team. Er wurde von Trainern, Teamkollegen und Staffmitgliedern umarmt, beglückwünscht und gefeiert. Dann durfte er endlich zu seiner Familie.

Bereits im Vorfeld hatte Cuche betont, wie viel es ihm bedeutet, seine Liebsten vor Ort zu haben. "Meine Mutter und mein Onkel sind 2018 nach Pjöngjang geflogen. Aber mein Bruder und mein Vater haben mich noch nie an Winterspielen gesehen."

Nun durften sie alle die erste Medaille von Cuche und die erste der Schweiz an den diesjährigen Spielen erleben. Gut möglich, dass er nochmals einige Tränen verdrückte, als er um 15 Uhr endlich von seiner Familie auf der Tribüne in die Arme geschlossen wurde.

 

19.08.2026

Zwei Aargauer Dressurreiterinnen an der WM in Aachen

Vom 11. bis 23. August verwandelt sich Aachen in den Mittelpunkt der internationalen Pferdesport-Szene. Mit dabei sind zwei Schweizer Para-Dressurreiterinnen. Die Prüfungen im Para-Dressurreiten werden von Mittwoch bis Sonntag ausgetragen.
Weiterlesen
15.08.2026

Zwei Jahre bis zu den Paralympics in Los Angeles

Vom 15. bis 27. August 2028 finden in der kalifornischen Grossstadt erstmals Paralympische Spiele statt. Los Angeles erwartet rund 4 400 Athlet*innen aus 23 Sportarten. Nach den erfolgreichen Spielen in Paris 2024, beginnt für die Schweizer Athlet*innen die Qualifikationsperiode für den grössten paralympischen Sportevent.
Weiterlesen
14.08.2026

Schweizer Premiere in der Lagenstaffel an der Schwimm-EM

An den Europameisterschaften 2026 in der Türkei wird die Schweiz mit fünf Para-Schwimmer*innen vertreten sein. Die Titelkämpfe finden vom 7. bis 12. September 2026 in Kocaeli statt. Das Schweizer Aufgebot vereint etablierte Medaillenhoffnungen mit Nachwuchsathleten. Eine Premiere gibt es in der Lagenstaffel.
Weiterlesen