7. März 2026

Am ersten Wettkampftag triumphiert der Neuenburger in der Abfahrt. Luca Tavascis Premiere im Biathlon endet mit Rang 17.

Was für ein Schweizer Auftakt zu den Winterspielen 2026! Robin Cuche gewann am ersten Wettkampftag am Samstag in der Abfahrt Kategorie Stehend Gold. Für den Neuenburger ist es bei seiner vierten Paralympics-Teilnahme die erste Medaille. «Unglaublich», sagte er. «Ich rechnete mir in der Abfahrt die grössten Chancen auf eine Medaille aus. Und ehrlich gesagt: Mit Silber wäre ich nicht zufrieden gewesen.»

 

Den Triumph verdiente sich der 27-Jährige zweifellos. In dieser Saison sicherte er sich bereits die Abfahrtswertung. Dennoch zuckte er im Ziel zunächst mit den Schultern. Als Zweiter in seiner Kategorie gestartet, war er lange nicht sicher, was seine Zeit wert sein würde. «Es war keine perfekte Fahrt, aber es reichte zum Glück doch.»

 

Diplom für Théo Gmür

 

Seine ärgsten Konkurrenten Arthur Bauchet aus Frankreich und Alexej Bugajew aus Russland hielt er schliesslich um 0,61 beziehungsweise 1,15 Sekunden auf Distanz. Erst nach der Fahrt von Bauchet habe er sich langsam entspannen können. «Da wusste ich, dass der grösste Teil des Jobs getan ist.» Als Théo Gmür im Ziel war, realisierte er langsam, dass es für den Sieg reichen könnte.

 

Gmür klassierte sich als Sechster. Emerick Sierro, der dritte Schweizer in der Kategorie Stehend, fuhr auf den 16. Platz. Gmür, der zuletzt mit einer Knieverletzung zu kämpfen hatte, war glücklich über das Diplom. Auch Sierro äusserte sich nach seiner Paralympics-Premiere zufrieden: «Ich bin sehr glücklich. Es war ein super Moment.»

 

Monoskibob-Fahrer scheiden aus

 

In der Kategorie Sitzend lief es den Schweizern weniger gut. Christophe Damas und Pascal Christen schieden aus. Beide hatten mit den anspruchsvollen Bedingungen zu kämpfen. «Der Schnee war zuerst hart und eisig, dann wurde er weicher und wieder härter. Es war schwierig, die Balance zu finden», sagte Damas.

 

Für die Schweizer Skifahrer steht nun ein Tag Pause an. Am Montag geht es mit dem Super-G weiter.

 

Biathlon: Luca Tavascis Premiere mit Rang 17

 

2018 und 2022 nahm Luca Tavasci als Langläufer an den Paralympics teil. 2026 startet er in Tesero auch als Biathlet – und erlebte am Samstag in dieser Disziplin seinen ersten Wettkampf. Im Sprint über 7,5 km belegte er den 17. Rang.

In der ersten Runde lief es dem 32-Jährigen noch sehr gut. Doch in der zweiten Runde warfen ihn drei Fehler im Liegendschiessen zurück. Nationaltrainer Stefan Weiss sprach hinterher von einem «Erfahrungsrennen». Tavasci steht bereits am Sonntag wieder im Einsatz, diesmal über 12,5 km mit vier Schiesseinlagen. Stefan Weiss ist zuversichtlich, dass Luca Tavasci sich bei seinem zweiten Auftritt steigern wird: «Luca ist gut drauf. Wir richten den Blick nach vorn und geben Vollgas.»

 

Snowboard: Aron Fahrni für die Cross-Finals gewappnet

 

Am Sonntag ab 11 Uhr gilt es auch für Aron Fahrni ernst: Im Snowboardcross bestreitet der 27-jährige Emmentaler die Finals in Cortina. Die Qualifikation am Samstag mit der sechstschnellsten Zeit gab ihm ein gutes Gefühl: «Ich weiss, welche Linie ich fahren will und was auf mich zukommt.»

 

Der Kurs wurde angepasst, nachdem am Vortag mehrere Athleten gestürzt waren, darunter Fabrice von Grünigen. Der Saanenländer erlitt eine Gehirnerschütterung und verpasst den ersten Snowboardwettkampf.

 

«Wichtig ist es, am Sonntag intelligent zu fahren und sich nicht nervös machen zu lassen», sagte Aron Fahrni. Als er nach der Qualifikation von Robin Cuches Goldfahrt bei den Alpinen hörte, strahlte er: «Herzlichen Glückwunsch zu diesem Erfolg, Robin! Sehr cool, dass du das geschafft hast.» Die Spiele sind aus Schweizer Sicht perfekt lanciert worden. «Ich gebe mein Bestes», erklärt Fahrni. Doch von einer Medaille will er nicht reden: «Es müssen sehr viele Faktoren zusammenpassen, um das Podest zu erreichen. Ich möchte jedes Resultat gut annehmen. Wenn es gut läuft, will ich nicht abheben; wenn es nicht gut funktioniert, möchte ich sportlich damit umgehen und zeigen, dass Niederlagen zum Sport gehören.»

 

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