Die fünf Rookies an den Paralympics

Neun Athleten vertreten die Schweiz an den Paralympischen Winterspielen. Fünf von ihnen nehmen erstmals an den Paralympics teil.
Aron Fahrni
Der 27-jährige Berner ist bereits Gesamtweltcupsieger und Weltmeister. An den Paralympics nimmt Aron Fahrni aber erstmals teil. Dass der Emmentaler mit Blick auf die Saison zu den Medaillenkandidaten gehört, weiss der Snowboarder. "Ich möchte mich aber nicht als Anwärter auf Edelmetall sehen, sondern als Sportler, der seine beste Leistung abrufen will", so Fahrni. Sobald man sich ein Ziel setze, könne man fast nur verlieren und sei am Ende enttäuscht. Vielmehr will er locker in die Rennen starten, damit die Rahmenbedingungen so gleich zu Weltcuprennen wie möglich sind.
Fabrice von Grünigen
In der Saison 2023/24 verblüffte Fabrice von Grünigen alle. In seiner ersten Rennsaison im Snowboard sicherte sich der 24-Jährige den Europacup-Gesamtsieg. Ein Jahr später wurde er für die WM selektioniert und nun geht der Traum von einer Paralympics-Teilnahme in Erfüllung. "Schauen wir mal, wie es wird", sagt der Berner Oberländer lächelnd. Im Rennen will er genau gleich abliefern, wie er es im Weltcup bis anhin tat. Mit vier Top-3-Resultaten in Serie, davon einem Sieg, zeigte Von Grünigen, dass auch er vorne mitmischen kann. Sein grösstes Ziel ist es aber, die geniessbaren Momente zu geniessen. "Es sind meine ersten Paralympics, ich will einfach die Erfahrung mitnehmen."
Christophe Damas
Seit August des vergangenen Jahres ging Christophe Damas keiner Anstellung mehr nach. Nach der Spitzensport-RS konzentrierte sich der Monoskibobfahrer aus Appenzell-Ausserrhoden voll und ganz auf den Sport, mit dem Fokus auf den Paralympics. "Der Plan scheint aufzugehen", so der 23-Jährige, der sich ein Diplom, also eine Top-8-Platzierung, vornimmt. "Wenn es besser wird, dann freue ich mich aber natürlich auch sehr." In welcher der fünf Disziplinen Damas mit einem Diplom rechnet, weiss er selbst nicht genau. "Die Frage, wo ich mir die grössten Chancen ausmale, wurde mir mittlerweile sicher schon zehn Mal gestellt. Ganz ehrlich? Ich habe immer noch keine Antwort darauf."
Emerick Sierro
Mit 19 Jahren ist Emerick Sierro der Jüngste im Team. Erst im vergangenen Sommer schloss der Waadtländer seine Schulzeit mit dem Gymnasium ab, seither konzentriert er sich auf den Ski-Sport. Tom Reulein, Chef de Mission, nennt ihn eine "Wundertüte". Im letzten Riesenslalom vor den Paralympics belegte er so den 5. Platz, an den Spielen wird er ohne Druck fahren können. "Im Training fährt er regelmässig schneller als Robin Cuche und Théo Gmür", so Reulein weiter. "Ein Resultat setzte ich mir nicht als Ziel, aber ein gutes nehme ich natürlich gerne", so Sierro. Eigentlich will er aber vor allem eines: Erfahrung sammeln.
Ueli Rotach
Der Name des 23-Jährigen im Aufgebot von Swiss Paralympic war eine Überraschung. Zumindest für Ueli Rotach selbst. "Ich freue mich jetzt sehr darüber", sagt der Skifahrer über seine erste Paralympics-Selektion. "Ich brauchte aber erst Zeit, um zu realisieren, dass ich wirklich starten werde". Rotach, der momentan noch Teil des Nachwuchsteam ist, will in der kommenden Saison den Weltcup mit dem Nationalteam bestreiten. Seit der Saison 2024/25 startet er im Weltcup im Riesenslalom. Anders als die meisten Skifahrer wird der Toggenburger als Nachwuchsathlet nicht in allen fünf Disziplinen, sondern nur im Super-G und im Riesenslalom antreten. Sein Ziel: erste Erfahrungen auf der internationalen Bühne sammeln.


