Milano Cortina 2026 DE 24. Februar 2026

Das Team von Swiss Paralympic ist bereit für das Grossereignis in Norditalien: In Dietikon erhielt es die offizielle Ausrüstung. Die Vorfreude bei der Delegation steigt – und Tom Reulein gibt sich als Chef de Mission zuversichtlich.

Der 6. März rückt näher – der Tag, an dem die 14. Paralympischen Winterspiele eröffnet werden. Für die Schweizer Delegation fiel zu Beginn dieser Woche sozusagen der Startschuss für den Grossanlass mit immenser Strahlkraft: mit der Abgabe der offiziellen Ausrüstung bei Ochsner Sport in Dietikon ZH.

 

«Wir reisen nicht an die Spiele, um einfach nur dabei zu sein», sagte Tom Reulein, Chef de Mission. «Wir wollen mutig sein und sagen: Wir wollen etwas gewinnen.» Er rechnet sich Chancen auf drei Medaillen aus und glaubt, dass die Mischung im Team passt: Da sind zum einen Routiniers wie die Skifahrer Robin Cuche (vier Paralympics-Teilnahmen) und Théo Gmür sowie der Langläufer und Biathlet Luca Tavasci (je dreimal dabei). Da sind zum anderen die unbeschwerten Neulinge wie Emerick Sierro, Christophe Damas und Ueli Rotach (alle Ski alpin) oder die Snowboarder Aron Fahrni und Fabrice von Grünigen. Und da ist Pascal Christen (Ski alpin), der mit 33 Jahren zum zweiten Mal selektioniert worden ist.

 

Mit dem Kleiderabgabetag wird das, was kommt, für alle greifbarer. «Wir tragen nun alle dasselbe Outfit. Das schürt die Vorfreude», so Reulein. «Ich sass in den vergangenen Tagen oft vor dem Fernseher und verfolgte die Olympischen Spiele. Bald dürfen wir die Besonderheit dieser Grossveranstaltung erleben – cool!», sagt Robin Cuche, der sich in der Abfahrt eine Spitzenplatzierung erhofft.

 

Sein Kollege Théo Gmür fügt an: «Es ist eine Ehre, diese Kleider tragen und die Schweiz vertreten zu dürfen.» Der 29-Jährige ist der erfolgreichste Athlet des aktuellen Teams: 2018 gewann er in Pyeongchang gleich dreimal Gold. Vor vier Jahren sicherte er der Schweiz mit Bronze in der Abfahrt die einzige Medaille.

 

Fabrice von Grünigen schliesslich ist hörbar angetan, bevor er mit vollem Koffer zurück ins Saanenland fährt: «Ich erlebe das zum ersten Mal und muss sagen: Es wird gut zu uns geschaut.»

 

Ein Teil des Leitungsteams wird bereits am kommenden Freitag, 27. Februar, nach Italien aufbrechen. Die Alpinen bereiten sich in den nächsten Tagen mit einem Trainingslager auf die Spiele vor und reisen direkt an. Der Rest der Delegation wird am 3. März mit dem Bus anreisen.

v.l.n.r im Rahmen des «Swiss Olympic Coach Award 2026» am Dienstag, 27. Oktober 2026 in der Sport-Toto-Halle, Magglingen. Swiss Olympic/KEYSTONE/Dominic Bruegger
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