15. November 2022

An den Weltmeisterschaften der Sportschütz*innen in der Vereinigten Arabischen Emirate (UAE) erzielte das Schweizer Team Erfolge, musste aber auch einige Niederlagen einstecken. Nicole Häusler schaffte mit dem Luftgewehr über 50 m liegend einen neuen Schweizer Rekord. Die angestrebte Finalteilnahme blieb den drei Schweizer Athlet*innen jedoch verwehrt.

Gut vorbereitet und mit grossen Ambitionen reisten drei Schweizer Para-Schütz*innen Anfang November nach Al Ain in die Vereinigten Arabischen Emirate, um sich mit der Weltspitze zu messen. Das allgemeine Ziel war klar: die Finalteilnahme. Diese erreichten Nicole Häusler, Stefan Amacker und Claudia Kunz Inderkummen aufgrund der starken Konkurrenz an der WM nicht. Trotzdem blicken Nicole Häusler auf einen erfolgreichen Saisonabschluss und Stefan Amacker auf eine lehrreiche erste WM-Teilnahme zurück.

Neuer Schweizer Rekord

Mit dem Kleinkaliber über 50m liegend erreichte Nicole Häusler mit 621.4 Punkten in der Elimination einen neuen Schweizer Rekord. Für eine Finalteilnahme fehlten lediglich 2.5 Punkte, sie klassierte sich auf Rang 11. «Das Ziel war die Minimalqualifikation für die Paralympics in dieser Disziplin zu erreichen, dieses habe ich mit dem Schweizer Rekord übertroffen. Das ist das i-Tüpfelchen nach meiner bisher erfolgreichsten Saison», sagt Nicole Häusler. In den Disziplinen 50m stehend und 10m liegend musste sich die Pfaffnauerin an ihrer dritten WM mit dem 14. und 25. Schlussrang zufriedengeben, da die Konkurrenz stärker war. «Manchmal ist das Glück auf meiner Seite und manchmal auf der Seite der Anderen, aber ich bin allgemein sehr zufrieden mit meinen Leistungen», so Nicole Häusler.

Erste WM-Teilnahme mit schwierigem Start

Für Stefan Amacker hatte diese Weltmeisterschaft einen besonderen Stellenwert, da es seine WM-Premiere war. . Bei seinem ersten Wettkampf über 25m erreichte der Pistolenschütze den 25. Schlussrang nach einigen Fehlern im Präzisionswettbewerb und einer guten Leistung im Schnellfeuerwettbewerb. Mit der Druckluftpistole über 10 m erreichte der Zürcher Schlussrang 42, er konnte nicht sein gewohntes Leistungspotential abrufen. Der 23-jährige Wirtschaftsinformatik-Student aus Trüllikon hat an seiner WM-Premiere viele wertvolle Wettkampferfahrungen gesammelt, auf die er bei künftigen internationalen Wettkämpfen zurückgreifen kann.

Finalteilnahme verpasst

Auch für die Blindenschützin Claudia Kunz-Inderkummen verlief diese WM nicht immer optimal und die erzielten Resultate lagen unter ihren Erwartungen. Über 10m liegend verpasste sie den Final als Neunte nur knapp. Über 10m stehend passierte in der Qualifikation ein Fehlschuss, weshalb nur 59 gewertet werden konnten. Claudia Kunz-Inderkummens Wettkampfkategorie ist bisher nicht an den paralympischen Spielen vertreten.

Das Schweizer Team blickt trotz verpasste WM-Finalteilnahmen zufrieden auf die WM und auf die gesamte Saison. «Zur ganzen Saison kann ich nur ’wow’ sagen,  es war meine bisher beste Saison. Ich habe dieses Jahr erstmals die Finalteilnahme an der EM und am Weltcup erreicht, einen Quotenplatz für die Paralympics geholt und alle Zielsetzungen des Jahres erreicht. Ich hätte es mir nicht besser erträumen können», sagt die Rollstuhlathletin Nicole Häusler.

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