Beijing 2022 DE 8. März 2022

Das Curlingteam verliert bei den Paralympics gegen Lettland und Norwegen und hat damit keine Chance mehr auf die Halbfinals. Aber das nächste Ziele ist schon bekannt.

Es ist ein ruhiger Tag für das Swiss-Paralympic-Team. Regeneration, Training, den Kopf frei kriegen - jeder und jede hat genügend Zeit, um sich dem zu widmen, was gerade ansteht. Nur das Curlingteam hat ein volles Programm vor der Brust. Und das erste Spiel war gleich gar nichts für schwache Nerven. Die Schweiz liegt zur Pause nach dem vierten End mit 1:6 zurück, droht wieder eine heftige Niederlage gegen Grossbritannien. Doch es kam anders. “Wir haben versucht, in der Pause eine bessere Struktur ins Team zu bringen”, sagt Coach Stephan Pfister. “Davor waren die Rollen irgendwie nicht klar verteilt.” Es ging auf, die Schweiz legte zwei Dreierhäuser in Folge - doch dann schlichen sich wieder Fehler ein, “es wurden einige falsche Entscheidungen getroffen”, sagt Pfister. Trotzdem bestand im achten End die Chance auf ein Zusatzend, um ein paar wenige Millimeter war der lettische Stein besser platziert, statt 8:8 hiess es 7:9.

Das zweite Spiel des Tages bringt dann mit dem 5:8 gegen Norwegen endgültig die Gewissheit: die Halbfinals bei Beijing 2022 sind nicht mehr zu schaffen, da half auch die wiederum gute Unterstützung der Delegation von Swiss Paralympic nicht. Für Coach Stephan Pfister geht es deshalb ab sofort um die Zukunft: “Wir haben den Blick jetzt schon auf die B-WM im November im finnischen Lohja gerichtet.” Das Spiel gegen Norwegen sei gut gewesen, aber es habe halt wieder nicht ganz gereicht. “Wir sehen die kommenden Spiele als eine Art Lehrstücke”, sagt Pfister. Gerade weil es noch gegen starke Nationen gehe, und wie will man diese Begegnungen in der aktuellen Situation auch besser nutzen? Es geht um kleine Änderungen in der Aufstellung, die angeschaut würden, speziell auch um die Weiterentwicklung von Laurent Kneubühl als Skip. Was Pfister wichtig ist, gerade angesichts der aktuellen Enttäuschung: “Die Stimmung im Team ist sehr gut, trotz der Enttäuschung.”

 

Foto: Ennio Leanza/Keystone-SDA

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