Swiss Paralympic selektioniert die Schweizer Behindertenspitzensportler und -sportlerinnen für Paralympics, Welt- und Europameisterschaften. Dazu gehören auch die Finanzierung und Organisation dieser Teilnahmen. Als nationales Komitee ist die Organisation Mitglied und Ansprechpartnerin des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC) in Bonn, welches das Pendant zum Internationalen Olympischen Komitee (IOC) ist.

Was wir tun
Swiss Paralympic fördert den Schweizer Behindertenspitzensport gezielt, damit die Athletinnen und Athleten der verschiedenen Sportarten regelmässig durch internationale Spitzenleistungen sowohl auf der nationalen als auch auf der internationalen Bühne in Erscheinung treten. Um dieses Ziel zu erreichen, arbeitet Swiss Paralympic gleichzeitig in verschiedenen Richtungen.

Verstärkte Präsenz in der Öffentlichkeit
Mit einer intensivierten Öffentlichkeitsarbeit, mit spitzensportlichen Grossanlässen, einer feineren Vernetzung mit der Politik, Behindertenorganisationen und Sportverbänden oder auch mit dem Engagement der Paralympioniken an grossen Breitensportanlässen will Swiss Paralympic in der Schweizer Öffentlichkeit besser, stärker und regelmässig präsent sein. Zusammen mit der stärkeren Präsenz und der damit besseren Wahrnehmung in der nationalen Öffentlichkeit wird so ein attraktives Umfeld für bestehende und potentielle Partner und Sponsoren geschaffen.

Professionalisierung
International erfolgreiche Paralympioniken brauchen nebst ihrer eigenen Leistungsbereitschaft ein Umfeld, in dem sie sich optimal auf Wettkämpfe vorbereiten können. Dazu gehören unter anderem ideale Trainingsbedingungen, medizinische und therapeutische Betreuung, sportspezifische Bekleidung, sportartenabhängiges Material (spezielle Rollstühle, Prothesen), Serviceleute sowie die Möglichkeit, als Halbprofessionelle oder – wie es international üblich ist – als Professionelle zu arbeiten. Um solche Bedingungen zu schaffen und somit auch in Zukunft internationale Medaillengewinner feiern zu können, ist Swiss Paralympic auf finanzielle Mittel von Sponsoren/Partnern und Spendern angewiesen.

„Black box“ Behindertensport öffnen
Der Behindertensport ist für Aussenstehende nicht einfach zu verstehen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Behindertenbreitensport oder um paralympischen Spitzensport handelt. Da gibt es „Stehende“, „Sitzende“, „Blinde/Sehbehinderte“ und „Les autres“. Stehende Athletinnen und Athleten sind nicht auf den Rollstuhl angewiesen und haben Amputationen oder Lähmungen an den Gliedmassen. Sitzende Sportlerinnen und Sportler bewegen sich im Rollstuhl fort, blinde oder sehbehinderte Sportlerinnen und Sportler benötigen im Sport oft einen Guide und „Les autres“ sind kleinwüchsige Menschen.

Nicht jede Sportart ist für jede Behinderung geeignet. Curling, Tennis, Basketball und Rugby beispielsweise wird nur im Rollstuhl – und nicht von Stehenden oder Blinden/Sehbehinderten – gespielt; Ski alpin und Ski nordisch üben sitzende, stehende und blinde/sehbehinderte Athletinnen und Athleten aus und Tischtennis wird nur von sitzenden und stehenden Paralympioniken praktiziert.

Innerhalb jeder einzelnen Sportart werden die Behinderungsklassen unterschiedlich benannt und auch ganz verschieden eingeteilt. Die Einteilung in die Klassen erfolgt aufgrund der funktionellen Fähigkeiten der Athletinnen und Athleten und ermöglicht so eine Chancengleichheit im Wettkampf.

Es genügt nicht, in der Öffentlichkeit einfach wahrgenommen zu werden und stärker präsent zu sein. Erst wenn in der Öffentlichkeit verstanden wird, welches die behindertensportspezifischen Regeln einer Sportart sind, wird die Sportart interessant und spannend. Die Schweizer Bevölkerung wird sich so einfacher mit den Athletinnen und Athleten identifizieren können und zusammen mit Cologna&Co. ebenso ihre paralympischen Heldinnen und Helden haben und feiern.