| 20.09.2004 |
| Erste Medaillen zum Greifen nah |
| Das Swiss Paralympic Team in Athen wartet auch nach dem dritten Wettkampftag immer noch auf die erste Medaille. Das beste Ergebnis erzielte Alice Rast im Tischtennis. Denn trotz einer Niederlage im Halbfinal spielt sie um die Bronzemedaille. Als Vierte über 100m Brust-Schwimmen schlug sich auch Chantal Cavin sehr gut. Heute Dienstag dürften die Schweizer die Durststrecke endgültig hinter sich bringen. Mit Edith Hunkeler, Sandra Graf (5000 m), Heinz Frei, Franz Nietlispach (10000 m), Manuela Schär (100 m) und Marcel Hug (1500 m) sind sechs Rollstuhl-Leichtathleten in den jeweiligen Finals dabei. Zudem darf man von Urs Kolly im Speerwerfen sowie Schütze August Wyss im Kleinkaliber-Dreistellungsmatch einiges erwarten. "Wilde" Ritte auf der Bahn Einen Vorgeschmack auf das, was im Olympiastadion los sein wird, lieferten die beiden 1500m-Halbfinals. Franz Nietlispach gab das Rennen nach dem dritten "Fast-Crash" mit Schürfungen am Arm auf. Später kam es dann tatsächlich zu einer spektakulären Kollision mehrerer Fahrer. Die Delegationen aus Thailand, Deutschland, Kanada und Japan legten anschliessend Protest gegen die Wertung des Rennens ein. Dieser wurde jedoch abgewiesen. Als einziger Schweizer im Final dabei ist der 18jährige Marcel Hug (Pfyn/Luzern), der sich im Stile eines Routiniers den dritten Platz sicherte. Nicht mehr ganz mithalten konnte Tobias Lötscher, der als Zehnter ausschied. Manuela Schär glänzte gestern ebenfalls. In ihrem Vorlauf über 100m fuhr Chantal Petitclerc einen neuen Weltrekord (16,45). Dahinter zog die Schweizerin wacker mit und fuhr die drittbeste Qualifikationszeit, womit sie auch ihren eigenen Schweizerrekord um sechs Zehntel auf 16.72 verbesserte. Urs Kolly / Photo (c): Roland Keller Urs Kolly: Ärger über sich selbst Als Test für den 5000m-Lauf betrachtete Christoph Sommer den Final über 1500m. Er verpasste das angestrebte Diplom, freute sich aber über die Verbesserung des eigenen Schweizerrekordes. Geärgert hat sich dagegen Fünfkampf-Weltmeister Urs Kolly über seine Leistung im Diskuswerfen (6.), die er selber als ungenügend bezeichnete. Im Kilometer-Zeitfahren auf der Radrennbahn war nach dem Verzicht von Beat Schwarzenbach nur noch Ivan Renggli engagiert. Der Tessiner belegte Rang 16 und klassierte sich damit in der ersten Ranglistenhälfte. Im Schwimmen qualifizierte sich ausser Chantal Cavin auch Nathalie Suter (100m Freistil) fürs Finale, in dem sie als Achte anschlug. "Retterin" des Tages auf dem Tennisplatz war Sandra Kalt. Während Martin Erni/Daniel Dalla Pellegrina im Herren-Doppel und Karin Suter-Erath ausschieden, erreichte die Erstgenannte die nächste Runde im Einzel der Frauen. |