Paralympic News

18.09.2004
Die Trauben hängen hoch...
Mit einem ziemlich ernüchternden Ergebnis für die im Einsatz stehenden Schweizer Athleten ging der erste Wettkampftag der Paralympics 2004 zu Ende. In den Verfolgungsrennen auf der Bahn verblieb einzig Ivan Renggli. Der Tessiner erreichte als Fünfter den Viertelfinal (LC 1). Beat Schwarzenbach, vor vier Jahren in Sydney noch Sieger der Klasse LC 3, als Neunter, und das Tandem Raphael Ioset/Beat Howald (12.)hingegen scheiterten in der Qualifikation mehr oder weniger deutlich.
Von Beat Schwarzenbach hatte man, angesichts der nachwirkenden Folgen seiner Verletzungen (Bruch der linken Hand, Leberhämatom) und eines Trainingsausfalls während längerer Zeit sicherlich keine Wunder erwarten dürfen. Dennoch war der Schwyzer über sein Ausscheiden etwas enttäuscht, denn seinen Bezwinger, den Tschechen Michal Stark, hatte er in einem Direktvergleich vor dem Unfall noch deutlich geschlagen. Der 36jährige Schwyzer glaubte unter anderem eine etwas zu grosse Übersetzung gewählt zu haben, auch wenn diese kleiner war als die übliche. Allein es fehlten gut drei Sekunden, um eine Runde weiter zu kommen. Ioset/Howald holten zwar ihre Gegner aus Japan in den letzten Runden ein, doch entsprach die Endzeit von 4:46,13 auch ihren eigenen Vorstellungen nicht. Geschockt worden waren die Konkurrenz in der Tandem-Verfolgung in der Klasse B1-3 bereits früh durch einen neuen Weltrekord der Australier. Kieren Modran und Robert Crowe verbesserten die alte Marke - im Alleingang - um mehr als fünf Sekunden auf 4:21,45. Einen weiteren Dämpfer gab es im Luftpistolenschiessen. Weder Patrick Plattner (23.) noch Otto Koller (26.) erreichten im Feld von 31 Teilnehmern ihre Normalleistung und lagen nach Abschluss der Qualifikation weit von den Finalplätzen entfernt.

Leichtathleten ebenfalls im Einsatz
Das Tischtennis-Trio Alice Rast, Rolf Zumkehr, Christian Sutter wird sein Qualifiaktionspensum heute Sonntag abschliessen. Ernst gilt es am Morgen früh für den Schützen August Wyss in der Disziplin Luftgewehr stehend und im Laufe des Tages für Ivan Renggli sowie mehrere Leichtathleten. Lukas Hendry tritt zum Weitsprung-Finale der Klasse T11 an. Bei den Rollstuhlfahrern stehen die 1500m-Vorläufe der Männer (T54), der Halbfinal über 10'000 Meter der Männer und der 5000m-Vorlauf der Frauen in der gleichen Klasse bevor.


Der Schweizer Bahnfahrer Ivan Renggli qualifizierte sich als Fuenfter mit einer Zeit von 5.11.359 Minuten in der 4 km Verfolgung fuer den Viertelfinal


Der Schweizer Bahnfahrer Beat Schwarzenbach schafft die Qualifikation in die Viertelfinals nicht (3 km Verfolgung)


Trost von Bahntrainer Daniel Huwyler, rechts, an den Schweizer Bahnfahrer Beat Schwarzenbach

Bilder: Keystone / Eddy Risch