Paralympic News

16.08.2004 Paralympics Athen 2004: Teambildung und optimales Training in Tenero 8. - 13. August 2004
    ugj. Die Schweizer Delegation traf sich vergangene Woche im Centro Sportivo in Tenero zu einem intensiven Trainingscamp mit übergeordneten Zielsetzungen: Teambildung auf allen Ebenen, optimales Training kombiniert mit Spass und gegenseitiges Einstimmen im Leitungs-, Medical- und Sportteam.



Eine 70ig köpfige Delegation wird in 30 Tagen in Athen zu den paralympischen Spielen antreten.

Insgesamt fanden sich 45 Athleten/-innen und 25 Betreuer/-innen ein, darunter auch Trainingskollegen/-innen, die sich als Sparringpartner zur Verfügung stellten.


Mehrfacher Weltrekordhalter Ernst van Dyke aus Südafrika trainierte mit dem Leichtathletikteam der Rennrollstuhlfahrer

Die Trainingsbedingungen waren für Leichtathletik, Schwimmen, Bogenschiessen, Tischtennis und Tennis ideal.


Die Leichtathletik Standing Athleten hatten viel Spass miteinander. Von links nach rechts: Urs Kolly, Martin Kuriger (einer der vielen Guides von Lukas), Christoph Sommer, Lukas Hendry, Martin Stirnemann (erster Guide von Lukas), Coach Hubert Pauchardy

Die Radsportler fanden etwas schlechtere Strassen vor, als im Vorfeld für sie abgeklärt wurde. Aber auch sie nutzten die Zeit für die Einstimmung im grossen Team. Die Schützen trainierten den ersten Teil der Woche auswärts und fanden sich ab Mittwoch in Tenero ein. Das Reitteam trainierte in der Deutschschweiz und traf für die letzten zwei Tage - ohne Pferd - im Tessin ein.


Nebst hartem Schwimmtraining gab es auch Abwechslung: Chantal Cavin versucht sich beim Kanufahren.

Am Dienstag Abend traf sich die Delegation zum Nachtessen mit den Hauptsponsoren dieses Trainingscamps: Christian Reich, Ex-Bobfahrer, und Gattin Christine Reich, sowie Thomas Burch, Verbandsbetreuer von Swiss Olympic.


Delegationsleiter Hugo Wölfli von Steffisburg begrüsst die sportliche Abendgesellschaft auf der Terrasse des Hotels Brenscino in Brissago.

Die Tessiner Presse und das Schweizer Fernsehen stattete den Paralympischen Athletinnen und Athleten am Mittwoch einen längeren Besuch ab. Am Donnerstag erfolgte ein Medientraining mit einem Fernsehteam und kompetenter Anleitung u.a. von Regula Späni (SFDRS).

Am letzten Tag wurden die offiziellen Kleider abgegeben und gleichzeitig über den neusten Stand in den Vorbereitungen für Athen informiert. Ein Knackpunkt ist nach wie vor die Reiseorganisation des Materials, welches auf verschiedene Flüge aufgeteilt werden muss. Therese Müller vom Swiss Paralympic Committee entwickelte sich in den vergangenen Wochen zur Frachtspezialistin und wirkte so überzeugend, dass sich die Delegationsteilnehmer nicht weiter ereiferten.
Am Ende des Camps waren sich die Teilnehmer in Tenero über die postitive Wirkung dieser gemeinsamen Trainingswoche einig und regten zur Wiederholung an.


Die Paralympische Delegation ist mit den offiziellen Olympiakleider und dem Gepäckstück von Swiss Olympic ausgerüstet.

Bilder: Rose-Marie Vocat, Bern
Text: Ursula Göldi-Joss