| 26.09.2004 |
| Cocktail |
| Pia Schmid strahlte nach dem Gewinn von Silber im 200m-Rennen übers ganze Gesicht: "Am Abend vor dem Rennen dachte ich, ein Podestplatz müsste möglich sein, einige Stunden vor dem Start wurde ich plötzlich unsicher. Doch nun hat es relativ sicher für Silber gereicht. Darüber freue ich mich schon sehr." Urs Kolly wurde nach seinem Sieg im Weitsprung und der zweiten Goldmedaille frenetisch gefeiert. "Nach Atlanta und Sydney habe ich zum dritten Mal sowohl den Fünfkampf als auch den Weitsprung, und insgesamt sieben Goldemdaillen gewonnen. Darauf bin ich stolz. Mir bedeuten die Erfolge in Athen deshalb viel, weil ich älter geworden bin, die Wettkämpfe aber mit Weltrekord im Fünfkampf und dem Europarekord im Weitsprung für mich entscheiden konnte." Ein Ziel hat er noch: Urs Kolly möchte der erste sein, der mit einer Prothese sieben Meter springt. Heinz Frei musste den letzten Kilometer des Marathons in Athen mit einem defekten Reifen zurücklegen und blieb ohne Medaille. Von den T53-Athleten war "Mister Marathon" (96 Siege bisher) aber mit Abstand der Schnellste. Sandra Kalt und Karin Suter-Ehrat lagen im Spiel um Bronze (Tennis-Doppel) gegen die Japanerinnen nach einer halben Stunde 1:5 zurück. Doch dann buchten sie sechs Games in Serie und gewannen 7:5, 6:3. "Im Halbfinal war es umgekehrt. Wir führten 4:1, dann ging nichts mehr. Anderseits genügen manchmal zwei, drei gelungene Aktionen und das Selbstvertrauen kehrt zurück. Heute war es so". Bei den Gegnern von Marcel Hug hat der Gewinn von zwei Bronzemedaillen durch den jungen Schweizer einiges ausgelöst. "Ich merke schon, dass die anderen jetzt auf mich schauen. Irgendwie ist dies ein schönes Gefühl. Natürlich habe ich zu Hause auch von einer Medaille geträumt. Aber nun sind es zwei geworden. Einfach unglaublich." |