Quick Facts

  • Status

    Aktiv
  • Wohnort

    8332 Russikon ZH

  • Geburtsdatum

    29.08.1994

  • Beruf

    Detailhandelsfachmann EFZ Sportartikel

  • Wettkampfklasse

    MH4

  • Disziplin

    Strassenrennen und Zeitfahren

  • Behinderung

    MMC und Hydrocephalus (Wasserkopf)

  • Behinderungsgrund

    Geburtsgebrechen

  • Homepage

    ww.felix-frohofer.ch


Felix Frohofer auf ...

Felix Frohofer hat schon viele Sportarten betrieben und ist stets mit vollem Engagement dabei. Den Einstieg in den Rollstuhlsport fand der mit Spina Bifida (offener Rücken) geborene Frohofer im polysportiven Training und insbesondere beim Unihockey. Als Zehnjähriger entdeckte er dann das Skifahren für sich, wo es ihm vor allem die hohen Tempi angetan haben. Im Ski Alpin kämpfte er sich bis in die Nachwuchskader vor und nahm auch an internationalen Rennen teil. Im Sommer zählte schon bald das Handbike zu seinem Ausgleichstrainingsgerät.

Das Multitalent

Nach seiner Lehre als Sportartikelverkäufer wollte er eigentlich vermehrt Zeit ins Skitraining investieren. Er merkte aber, dass ihm die Rahmenbedingungen, welche der Handbikesport bot, besser entsprachen und so entschied er sich etwas schweren Herzens, auf die Karte Handbike zu setzen. Vom Aufwand her war es ihm nicht möglich, beide Sportarten auf höchstem Niveau professionell zu betreiben. Lange Zeit bestritt er lediglich Rennen in der Schweiz und im grenznahen Ausland. 2015 wagte er aber den Schritt an die grösseren Rennen und bestritt in Yverdon sein erstes Weltcuprennen. Dank guten Ergebnissen und seinem Potenzial wurde Felix Frohofer für die Heim WM 2015 in Nottwil selektioniert. Die höchst anspruchsvolle Strecke sollte ihm als Bergfahrer entgegenkommen. Er startete dann etwas übermütig in sein erstes WM Rennen, das Zeitfahren und beendete das Rennen auf dem für ihn enttäuschenden 18. Rang. Im Strassenrennen wenige Tage später gelang ihm mit Rang 14 ein erstes Top 15 Ergebnis und der Anschluss an die erweiterte Weltspitze.

Fokus Rio

Mit den Paralympics in Rio 2016 vor Augen intensivierte der Russiker nochmals sein Training, besuchte mit der Nationalmannschaft im Frühling 2016 zwei Trainingslager im Süden und legte so den Grundstein für eine gute Saison. Leider sind Startplätze an den Paralympics meist Mangelware und so wurde Felix Frohofer zu seiner grossen Enttäuschung nicht für Rio 2016 selektioniert. Dennoch stellte er sich den anderen Schweizer Athleten im Vorbereitungslager in Nottwil als Sparringpartner zur Verfügung. Dort erreichte ihn dann die überraschende Mitteilung, dass er, aufgrund des Ausschlusses der russischen Delegation, doch noch nach Rio reisen dürfe.

Rio bleibt Felix gut in Erinnerung. Das Leben im paralympischen Dorf, wo alles, vom Essen bis zum Fitnesscenter, während 24 Stunden geöffnet war, hat besonders Eindruck hinterlassen. Auch die Fahrten im Handbike vom paralympischen Dorf an die Rennstrecke mit vielen begeisterten, freundlichen und aufgestellten Cariocas (so nennen sich die Einwohner Rios) am Strassenrand werden ihm in Erinnerung bleiben. In den Rennen selbst ging es für den jungen Zürcheroberländer in erster Linie um das Sammeln von Erfahrungen. Im kleinen, aber feinen Feld der Klasse MH4 wurde er jeweils 12.

Der Spitze auf die Pelle rücken

2017 bestritt Frohofer seine erste komplette Weltcupsaison und bestritt viele Rennen. Zusammen mit Heinz Frei und Tobias Fankhauser konnte er am Weltcup in Emmen (NL) mit Rang 3 im Team Relay sein erstes Weltcuppodest feiern. An der Weltmeisterschaft in Pietermaritzburg (RSA) zeigte er nach einem Defekt in der Startphase des Strassenrennens eine beherzte Aufholjagd und verpasste als Elfter die Top 10 nur knapp.

Felix Frohofer scheut das Risiko nicht und sucht das Limit. So kann es aber auch passieren, dass er ein Rennen nicht beendet. So geschehen an der WM in Maniago 2018. Aus diesen Erfahrungen wird der eingefleischte Kloten Flyers Fan lernen und wachsen, um seinem Ziel von paralympischem Edelmetall stets einen Schritt näher zu kommen.

Einen weiteren Schritt auf diesem Weg machte er 2019. An den Weltcups in Corridonia (ITA) und Baie-Comeau (CAN) konnte er Top 10 Resultate erzielen und an Europacuprennen in den Kampf ums Podest eingreifen. An den Weltmeisterschaften in Emmen (NED), kam die Flache Strecke seinen Fähigkeiten nicht zu gute und er wurde zwei Mal Zwölfter.